|
|
|
|
Liebe Freundinnen und Freunde,
heute vor 85 Jahren wurde in der Sowjetunion Stanislaw Petrow geboren. Diesem früheren sowjetischen Offizier haben wir wahrscheinlich zu verdanken, dass wir heute überhaupt leben. Leo Ensel schreibt heute über ihn:
"Stanislaw Petrow ist der größte Held der Menschheit. Als sowjetische Computer 1983 einen amerikanischen Atom-Raketen-Angriff auf sein Land anzeigten, hat er den Vergeltungsschlag nicht ausgelöst. Der war zwar von Moskau zwingend vorgeschrieben, aber Petrow handelte gegen diesen Befehl. Das alles wurde erst zehn Jahre später bekannt. Hätte er damals anders entschieden, wäre möglicherweise das gesamte Leben auf der Erde ausgelöscht worden. Oberst Petrow ist der Retter der Menschheit, trotzdem haben nur wenige von ihm gehört.
Was die sowjetischen Überwachungs-Computer für Atomraketen gehalten hatten, waren reflektierte Sonnenstrahlen."
"Ich vertraute meiner Erfahrung und meinem Gefühl, nicht den Computern", stellte Petrow fest. Wir können nur hoffen, dass es auch in Zukunft in entsprechender Situation einen "Petrow" geben wird. Gleichzeitig befürchte ich, der Irrsinn wird so sehr auf die Spitze getrieben, dass so mutige Menschen wie Petrow zukünftig gar keine Rolle mehr spielen können, weil aufgrund fehlender oder zu kurzer Vorwarnzeit oder wegen des Einsatzes von KI kein Handlungsspielraum mehr bleiben wird und das atomare Inferno dann seinen Lauf nehmen wird.
Auf der Lebenshaus-Website gibt es eine kleine Sammlung von Artikeln über Stanislaw Petrow – überwiegend von Leo Ensel geschrieben: https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Stanislaw%20Petrow&blog_id=1
Leo Ensel wird übrigens einer der Referenten bei unserer Lebenshaus-Tagung "We shall overcome!" am 19. Oktober in Gammertingen sein. Mehr unter: https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015004.html
Hier noch ein kurzer, immer noch sehr aktueller Gedanke von Albert Einstein:
|
|
"Ein Pazifismus, der die Rüstungen der Staaten nicht bekämpft,
ist und bleibt ohnmächtig. Die Rüstungsindustrie ist eine der
größten Gefährdungen der Menschheit."
Albert Einstein (1879-1955)
|
|
Herzliche Grüße
Ihr / Euer
Michael Schmid
Die Artikel, auf die im Folgenden hingewiesen wird, stellen eine Auswahl aus einer größeren Anzahl von Artikeln dar, die in den vergangenen Wochen auf der Lebenshaus-Website veröffentlicht wurden. Bei Interesse also gerne nachschauen unter: https://www.lebenshaus-alb.de.
Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Webseiten dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorinnen und Autoren und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Wir freuen uns, wenn unsere Newsletter an andere Menschen weitergeleitet werden. Bitte vorher möglichst die Abmeldefunktion am Ende des Newsletters löschen, sonst kann es zu unbeabsichtigten Abmeldungen aus dem Newsletter-Verteiler kommen.
|
|
Ein neues europäisches Raketen-Zeitalter?
Der INF Vertrag galt bis zum Ausstieg der USA 2019 als einer der Meilensteine zur Überwindung des Kalten Krieges, da mit ihm eine ganze Klasse von Waffensystemen abgeschafft wurde und die nukleare Bedrohung Europas durch strategische Waffen beendet wurde. Der Vertrag verpflichtete die USA und die Sowjetunion auf landgestützte ballistische Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern zu verzichten sowie ihre Startvorrichtungen und Infrastruktur zu verschrotten. Mit der Ankündigung des deutschen Kanzlers Olaf Scholz (SPD), dass die USA ab 2026 Mittelstreckenraketen mit der Kommandozentrale im hessischen Wiesbaden stationieren werden, ist dieses Kapitel der Abrüstungsgeschichte für alle sichtbar beendet. Im Folgenden soll sowohl ausgeführt werden was über die geplante Neustationierung bekannt ist und welche Auswege es geben könnte. Von Claudia Haydt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015236.html
|
|
Durch geplante Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen entsteht brandgefährliche Situation
Der am 10. Juli 2024 von Scholz und Biden gemeinsam verkündete Beschluss der US-Administration, ab 2026 US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, ist höchst besorgniserregend und kann uns nicht gleichgültig sein. Unversehens fühle ich mich zurückversetzt in das letzte Jahrhundert. Am 12.12.1979 hatte die NATO einen "Doppelbeschluss" gefasst. Sie kündigte die Stationierung neuer atomarer US-Mittelstreckenwaffen für Ende 1983 als "Nachrüstung" an, wenn zuvor Verhandlungen über einen Abbau von sowjetischen atomaren Mittelstreckenwaffen scheitern sollten. Heute ist die sicherheitspolitische Lage noch viel dramatischer als vor 45 Jahren. Und dann sollen weitreichende, hochpräzise Hochgeschwindigkeitsraketen stationiert werden, die für den gegnerischen Radar nur schwer oder gar nicht erfassbar sind. Nach deren Stationierung hätten die USA dann die Fähigkeit, von deutschem Boden aus, praktisch ohne Vorwarnzeit, russische Kommandozentralen, Regierungsstellen und Raketensilos auszuschalten, weil es russischen Abfangsystemen nahezu unmöglich wäre, einen Angriff zu neutralisieren. Besonders wäre die Gefahr eines "Enthauptungsschlages" gegeben, mit dem die Führungsspitzen Russlands ausgeschaltet werden könnte. Von Michael Schmid. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015239.html
|
|
"Krieg ist Frieden" - oder: 2024 ist 1984
Es ist soweit. Mit vierzigjähriger Verspätung sind wir endgültig im Orwell'schen 1984 angekommen. Und ausgerechnet das SPD-Präsidium liefert Sätze, die eins zu eins von diesem Klassiker aller Dystopien abgeschrieben sein könnten.
Bitte setzen Sie sich mal bequem hin, bevor Sie den folgenden Text lesen. Und passen Sie auf, dass Sie nicht trotzdem gleich vom Stuhl fallen! Alles klar? Okay, es kann losgehen: "Als SPD übernehmen wir Verantwortung dafür, dass kein Kind, das heute in Deutschland geboren wird, wieder Krieg erleben muss. Die Vereinbarung der SPD-geführten Bundesregierung mit der US-Administration, ab 2026 US-amerikanische Raketen mit größerer Reichweite in Deutschland zu stationieren, ist dafür ein wichtiger Baustein." Jawohl, Sie haben richtig gelesen! Von Leo Ensel. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015228.html
|
|
IPPNW ruft zur Teilnahme an bundesweiter Demonstration am 3. Oktober auf: Keine Stationierung von Mittelstreckenwaffen!
Am 3. Oktober 2024 ruft die Initiative "Nie wieder Krieg - die Waffen nieder" zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf. Wir als IPPNW mobilisieren dazu mit einem eigenen Aufruf, um unsere Friedensforderungen in eine breite Öffentlichkeit zu tragen. Die IPPNW kritisiert den Beschluss zur Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland als brandgefährlich. Sie macht deutsche Standorte zu möglichen strategischen Angriffszielen. Wir vermissen eine Beteiligung des Parlaments bei dieser weitreichenden Entscheidung. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015240.html
|
|
"Sehr verehrter Michail Sergejewitsch ..." - oder: Brief an einen vor zwei Jahren verstorbenen Ausnahmepolitiker
Vor zwei Jahren starb Michail Gorbatschow, der für eine neue Friedensordnung in Europa alles gegeben hatte. Es blieb ihm nicht erspart, zuvor noch - ohnmächtig, aber mit vollem Verstand - ansehen zu müssen, wie sein einzigartiges Lebenswerk mutwillig an die Wand gefahren wurde. - Die Quittung dafür bekommen wir schon heute. Von Leo Ensel. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015231.html
|
|
"Bidens Kapitulation vor Netanjahu ist ein Verrat an seinen eigenen Werten"
Gideon Levy, Mitherausgeber und Redakteur der israelischen Zeitung Haaretz, ist seit vielen Jahren einer der wenigen israelischen Kämpfer für das Recht der Palästinenser und ein scharfer Kritiker der israelischen Siedlungspolitik. Mehrmals wöchentlich publiziert er Berichte über die Untaten der israelischen Siedler, der israelischen Polizei und der israelischen Soldaten - Untaten, die, gerade auch im Westjordanland, oft zum gewaltsamen Tod nicht zuletzt von jungen Palästinensern führen. In seinem neusten Artikel nennt er die Mitschuldigen beim Namen: die Politiker der USA, an vorderster Front Außenminister Antony Blinken und US-Präsident Joe Biden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015224.html
|
|
Deutsche Zustände. Europäische Zustände
"Russlands Angriffskrieg in der Ukraine hat die Lage erschwert" - so kommentiert der Grüne Anton Hofreiter das grottenschlechte Ergebnis seiner Partei bei den Wahlen zum EU-Parlament. Manfred Weber, CSU, fordert die Unterstützung der demokratischen Mitte; Europa müsse aus der Mitte regiert werden. Nach diesen "Analysen" geht das Spitzenpersonal der Parteien an die Arbeit, beschließt weitere Aufrüstung, kungelt die Wiederwahl von der Leyens, sondiert eine mögliche Zusammenarbeit mit den rechtsextremen "Brüdern Italiens" aus, schließt Krankenhäuser und straft alle mit Überwachung, Verbot und Verfolgung, die sich der Staatsräson und den Maßnahmen der Machtelite widersetzen. "Wer rechtsextrem wählt, schwächt die Demokratie", ruft der DGB. Richtig, aber umgekehrt wird auch ein Schuh daraus: Wer die Demokratie schwächt, stärkt Rechtsextreme. Von Georg Rammer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015234.html
|
|
"Pazifist, Waschlappen, mieser Jude ..."
Bei der Quellenarbeit zum Editionsprojekt "Pazifisten und Antimilitaristen aus jüdischen Familien", das in Mitträgerschaft des Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. entsteht, sichten wir historische Texte zur Erhellung der antipazifistischen Judenfeindschaft. Einige "Funde" werden wir an dieser Stelle als fortlaufende "Quellenlese" darbieten. Die erste Folge erschließt einen Beitrag aus der "Weltbühne" des Jahres 1932: Joachim JOESTEN: Ich bin Pazifist. Ausgewählt von Peter Bürger. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015233.html
|
|
"Geifer ... der frech spöttelnden jüdischen Seite" gegen den Militarismus
Bertha von Suttner veröffentlichte zusammen mit Alfred Hermann Fried 1892 bis 1899 die Zeitschrift "Die Waffen nieder", die den gleichen Titel trug wie ihr 1889 erschienener Roman gegen den Wahnsinn des Krieges. Die Monatsschrift enthielt u.a. diese Sparte mit einer Presseschau ganz besonderer Art: "Für den Krieg. Diese Stelle bleibt den Vertheidigern des Kriegsgedankens allzeit offen. Audiatur et altera pars." - Die nachfolgende Textdokumentation erschließt daraus eine bellizistische Hetze des Jahres 1892, die im letzten Drittel ihren judenfeindlichen Hintergrund deutlich zu erkennen gibt: Auf der Gegenseite, so wird dort ausgeführt, ständen gleichermaßen "jüdische Wucher- und Geldherrschaft" wie ein sich erhebendes Proletariat. Es sei namentlich der "Geifer ... der frech spöttelnden jüdischen Seite", welcher gegen das hohe Ideal des Militärischen zu Felde ziehe. Die "jüdischen Blätter" widmeten sich mit Vorliebe den "weiblichen Regungen" von friedensbewegten "Seifenblasen-Idealisten". Von Peter Bürger. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015235.html
|
|
Rudolf Goldscheid (1870-1931): Über Menschenökonomie, Weltkrieg und Weltfrieden
Der zweite Band im Regal "Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien" enthält ausgewählte "Friedensschriften 1912 - 1926" des Österreichers Rudolf Goldscheid. Eine digitale Erstausgabe ist beim Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. erschienen, das dieses neue Editionsprojekt als Kooperationspartner mitträgt. Inzwischen liegt auch die preiswerte Buchfassung vor. Von Peter Bürger. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015219.html
|
|
Erklärung von PRO ASYL zum Anschlag von Solingen
Drei Tote und acht zum Teil sehr schwer verletzte Menschen - PRO ASYL trauert um die Opfer von Solingen. Dass ein "Festival der Vielfalt", dies war das Motto des Solinger Stadtfestes, zum Ziel eines islamistischen Attentats wurde, erschüttert uns alle, die wir für eine demokratische und offene Gesellschaft einstehen. Islamistische Gewalt greift unsere Werte und unsere Freiheit an. Ein friedliches und zukunftsfähiges Zusammenleben ist nur miteinander möglich. Der Attentäter von Solingen wollte genau dies verhindern. PRO ASYL erinnert daran: Flüchtlinge suchen oft genau vor der islamistischen Gewalt Schutz, der wir in Solingen begegnet sind. Und wir fordern: Gegen islamistische Terroristen muss mit allen Mitteln des Rechtsstaats vorgegangen werden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015230.html
|
|
"Wofür habe ich gekämpft?"
Vor drei Jahren zerfiel die Armee der afghanischen Republik. Seither sind die Taliban Herr über das zurückgelassene Militärgerät der NATO - und jagen weiterhin Soldaten aus Rache. "Ich denke nicht, dass ich das Geschehen verarbeitet habe", sagt Samim*, Mitte Zwanzig, jugendlich wirkend, gutaussehend. In einem anderen Leben wäre der Ex-Soldat aus Afghanistan vielleicht Schauspieler oder Model geworden. Er versucht ruhig und konzentriert zu sein, sobald er sich an jenen 15. August 2021 zurückerinnert. Während Samim damals im Norden des Landes als Elitesoldat der Kommandoeinheiten der afghanischen Armee gegen die Taliban kämpfte, brach in Kabul die Regierung zusammen. Ashraf Ghani, der letzte Präsident des Landes, flüchtete mitsamt seinen Beratern, während die militanten Islamisten nach zwanzigjähriger Abwesenheit ihre Flagge in der Hauptstadt hissten. Zeitgleich herrschte am Kabuler Flughafen Chaos, denn die NATO war unter der Führung des US-Militärs mit ihrem Abzug beschäftigt. Von Emran Feroz. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015229.html
|
|
PRO ASYL zur Abschiebung nach Afghanistan
PRO ASYL fordert von der Bundesregierung die Einstellung jeglicher Zusammenarbeit und direkter oder indirekter Kooperationsgespräche mit dem Taliban-Regime, um Menschen nach Afghanistan abzuschieben. "Eine Zusammenarbeit mit den Taliban - auch über Bande - fördert Terrorismus und Islamismus, anstatt sie zu bekämpfen. Das ist eine Bankrotterklärung für den Rechtsstaat. Die heute durchgeführte Abschiebung könnte Teil einer unverantwortlichen Normalisierung des Regimes werden", sagt Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher von PRO ASYL.
Das islamistische Regime der Taliban hat bereits nach der Ankündigung der Bundesregierung vor einigen Wochen, Menschen nach Afghanistan abschieben zu wollen, ihre Bereitschaft für einen Deal bezüglich der Abschiebungen erklärt. Denn eins ist klar: Die Taliban haben ein Interesse, ihren Status trotz ihrer Verbrechen in der internationalen Gemeinschaft zu normalisieren. Hieran darf sich Deutschland nicht beteiligen.>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015232.html
|
|
Andreas Zumach: "Gespaltene Wahrnehmung" - wie die Welt auf den Gaza-Krieg blickt
Kein Thema entzweit die Welt der 193 UNO-Staaten und ihrer Bevölkerung schon so lange und so stark wie der Konflikt Israel/ Palästina. Die gegensätzlichen Reaktionen auf den seit Oktober letzten Jahres tobenden Gazakriegs zeigen das in aller Schärfe. Den einen Extrempol bilden die USA und Deutschland mit ihrer bedingungslosen und fast kritikfreien Unterstützung der israelischen Regierung. Den Gegenpol bilden Südafrika und Nicaragua mit ihren Klagen vor dem internationalen Gerichtshof gegen Israel wegen Völkermord und gegen Deutschland wegen Beihilfe zu diesen Verbrechen. Zwischen diesen beiden Polen gruppieren sich die übrigen 189 Staaten. Hier geht es zur Video-Aufzeichnung eines Vortrags von Andreas Zumach in Bremen. >> https://www.youtube.com/watch?v=OhBzyOpO4x0
|
|
Michael Lüders: Armageddon? Warum der Nahe Osten zu explodieren droht
Michael Lüders führt in seinem Vortrag aus, dass sich aus seiner Sicht die Lage im Nahen Osten gegenwärtig so gefährlich wie noch nie darstellt. Man müsse mit dem Schlimmsten rechnen und gleichzeitig hoffen, dass dieses nicht eintreffe. Hier geht es zur Video-Aufzeichnung des Vortrags von Michael Lüders. >> https://www.youtube.com/watch?v=8YPapHT9jCM
|
|
Lebenshaus-Rundbrief 122 (Sept. 2024) erschienen
In seinem Einleitungsartikel geht Michael Schmid auf die im Juli von Biden und Scholz angekündigte erneute Stationierung weitreichender Mittelstreckenraketen in Deutschland durch die USA ab 2026 ein, durch die er sich in die 1980er mit der "Nachrüstung" atomarer Mittelstreckenwaffen und dem Protest einer starken Friedensbewegung erinnert fühle, die aber in einer heute noch viel dramatischeren sicherheitspolitischen Lage stationiert werden sollen. In einem weiteren Artikel werden Friedensbücher vorgestellt, die in Kooperation des Lebenshauses und Peter Bürger in der "Tolstoi-Friedensbibliothek" und der Publikationsreihe "edition pace" kürzlich erschienen sind. Weiter wird über die Anzeigen-Aktion des Lebenshauses zu den 79. Hiroshima-/Nagasaki-Gedenktagen berichtet. Dokumentiert wird eine Rede von Paul Schobel, die er bei einer Kundgebung gegen die Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen in Stuttgart hielt. "Nato-Krieg gegen die Psyche" von Georg Rammer und "Was ist planetarisches Wohlbefinden: Ist es in der gegenwärtigen Ordnung möglich?" von Leonardo Boff lauten die Titel weiterer Texte. Weiter >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015237.html
|
|
Petition "Gegen die atomare Bedrohung"
Eine Petition von über zwanzig Wissenschaftlern, Aktivisten und Politikern, welche die Friedensbewegung teils schon seit Jahrzehnten unterstützen, mit der sie die Bundesregierung und den Bundestag auffordern, die Aufstellung von US-Hyperschallraketen in Deutschland zu verhindern, hat inzwischen über 12.000 Unterschriften erhalten. Bitte unterzeichnen und weiterverbreiten! Mehr unter >> https://www.change.org/p/gegen-die-atomare-bedrohung
|
|
:: 01.-30.09.2024 - Ulmer Friedenswochen
Zum 20. Mal finden vom 1. bis 30. September 2024 die Ulmer Friedenswochen mit einem bunten Programm beginnend mit einer Radsternfahrt zu Ulmer Rüstungsfirmen, Friedensmahnwachen und -gottesdiensten, Vorträgen sowie einem Kinder- und Familienfest. Das ausführliche Programm kann der Homepage der Friedenswochen entnommen werden. >> https://www.friedensbewegung-ulm.de/friedenswochen/
:: 10.09.2024 - 19:30 Uhr im EinsteinHaus, vh Ulm: Der unbekannte Tolstoi
Leo N. Tolstoi (1828 – 1910) wurde weltberühmt durch seine großen Romane („Krieg und Frieden“, „Anna Karenina“). Der Vortragsabend erschließt eine kaum bekannte Seite seines Wirkens, nämlich die Überzeugung einer Unvereinbarkeit von Christentum und Soldatenhandwerk. So wurde er zur Leitgestalt für zahllose Kriegsdienstverweigerer in Russland und in aller Welt. Der Referent des Abends, der Theologe und Publizist Peter Bürger (DFG-VK-Mitglied), betreut seit Ende 2022 die Tolstoi-Friedensbibliothek. VA: Ulmer Netz für eine andere Welt e. V., Ulmer Ärzteinitiative / IPPNW, Verein für Friedensarbeit e. V., DFG-VK-Gruppe Ulm/Neu-Ulm, Ulmer Volkshochschule e. V., Friedenswerkstatt Ulm. >> https://www.friedensbewegung-ulm.de/mc-events/der-unbekannte-tolstoi/?mc_id=66
:: 27.-29.09.2024 - Hofgut Rengoldshausen in Überlingen: Überlinger Friedenstage: Wie geht Frieden? Friedenstüchtig statt kriegstüchtig werden
Eine Workshop- und Mitmach-Tagung, mit u.a.: Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, Ralf Becker (Sicherheit neu denken), Renate Wanie (BSV, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden), Prof Dr. Ursula Carle (Uni Bremen) u.a., VA: Friedensregion Bodensee. Programm und weitere Infos hier >> https://www.friedenskonzepte.de/friedensbildung/aktuelle-angebote/
:: 03.10.2024 - 12:30 Uhr Auftaktkundgebungen zu Demo in Berlin: Nein zu Krieg und Hochrüstung! Ja zu Frieden und internationaler Solidarität
Mit Stand 20.08.2024 rufen bisher 1308 Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, die Friedensdemonstration "Nein zu Krieg und Hochrüstung! Ja zu Frieden und internationaler Solidarität" am 3. Oktober in Berlin zu unterstützen. Auftaktkundgebung(en) 12.30 Uhr, Willy-Brandt-Haus (für Berliner Einzugsbereich); Alexanderplatz (Neptunbrunnen; für Anreisende mit Bussen); Invalidenpark (Nähe Hbf; für Anreisende mit der Bahn), abschl. (13 Uhr), Demo durch die Innenstadt, zur Abschlußkundgebung: 14 Uhr, Platz des 18. März, Brandenburger Tor, (Ende ca: 16 Uhr), anschl. Kultur als Friedensfest, VA: Initiative "Nie wieder Krieg - Die Waffen nieder". Mehr unter >> https://nie-wieder-krieg.org/
:: 03.10.2024 - 8:30 Uhr - 17:00 Uhr im Theaterhaus Stuttgart: Wie machen wir unsere Demokratie krisensicher? Ein Mutmach-Kongress
Die Krise der Demokratie: Was ist schiefgelaufen? Geht's nach rechts und bergab? Wie müssen wir Demokratie verändern, wie können wir sie schützen? Wo können wir eingreifen? Es ist Zeit, aufzustehen - für Vielfalt, für eine offene Gesellschaft. Wir laden ein zu Vorträgen, Arbeitsgruppen, Kontroversen - zum Zuhören und Mitreden. VA: Gemeinschaftsveranstaltung von Theaterhaus und den AnStiftern mit zahlreichen weiteren Organisationen. Mehr >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/demokratiekongress-3-10-2024/
:: 12.10.2024 - 10:30 bis 16:30 Uhr im Albert-Schweitzer-Saal an der Christuskirche in Karlsruhe und Online-Teilnahme: Die "Entwestlichung" der Welt - und der Wiederaufbau der zerstörten europäischen Friedensordnung
Das Forum FriedenEthik (FFE) in der EKiBa lädt herzlich ein zur Teilnahme an seinem Studientag. Mit Hans-Christof Graf Sponeck und Andreas Zumach konnten zwei Referenten mit großer Expertise in geopolitischen Fragen gewonnen werden. VA: Forum FriedenEthik (FFE). Ausführliche Infos und Anmeldung unter >> https://forum-friedensethik.de/veranstaltungen/ffe-studientag-2024/
:: 19.10.2024 - 10:00 bis 18:45 Uhr in Gammertingen: 12. Tagung 2024: "We shall overcome! - Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Biografische Zugänge"
Bei der 12. Tagung "We shall overcome!" von Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie am 19. Oktober 2024 in Gammertingen werden u.a. Jürgen Grässlin und Leo Ensel über ihr langjähriges Engagement berichten. Gabriele Lang und Bernd Geisler werden wieder das Tagungsprogramm musikalisch bereichern. Zur Tagung sind Menschen eingeladen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt. Unter anderem wird nach den Vorträgen Gelegenheit zum Austausch sein. Bis zum 11.10.24 sind Anmeldungen möglich. Ausführlich unter >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015004.html
|
|
|
Veranstaltungstermine finden sich u.a.:
|
|
|
|
|
|
|
|