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Lebenshaus-Newsletter

9. März 2022
Liebe Freundinnen und Freunde,

das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine mit all dem unermesslichen Leid für die betroffenen Menschen, die Hochspannung zwischen USA / NATO und Russland mit seinen vielfältigen Auswirkugen und selbst einem nicht auszuschließenden "großen Krieg", all dies hat uns wohl alle derzeit sehr in Bann seinen Bann gezogen.

Die Artikel dieses Newsletters beschäftigen sich ebenfalls alle mit dem Kriegsgeschehen in und um die Ukraine. Mit einer Ausnahme, bei der es um Afghanistan geht, das nach dem Abzug von US-und NATO-Truppen und dem Desaster, das sie hinterlassen haben, nun in Vergessenheit zu geraten droht.

Inhaltlich geht es neben verschiedenen Reden und Stellungnahmen gegen den Krieg um Veröffentlichungen, in denen Hintergründe und Zusammenhänge des Konflikt- und Kriegsgeschehens thematisiert werden. Es geht um Alternativen zu Militäreinsätzen, um zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung. Außerdem kommen Stimmen zu Wort, die von zivilem Widerstand in der Ukraine, Russland und Belarus berichten, es geht um Kriegsdienstverweigerer und Deserteure und Initiativen, diese zu unterstützen.

Nach wie vor sehr aktuell, finde ich, bleibt der nachfolgende Text von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1952.

 
DAS GEDÄCHTNIS DER MENSCHHEIT

Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer. …

Diese Abgestumpftheit ist es,
die wir zu bekämpfen haben,
ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote,
wie Leute, die schon hinter sich haben,
was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.

Und doch wird nichts mich davon überzeugen,
dass es aussichtslos ist,
der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.

Bertolt Brecht (1952)

In diesem Newsletter finden sich verschiedene Hinweise auf Aktivitäten, um sich gegen den Krieg auszusprechen und für den Frieden auf die Straße zu gehen. Bitte beteiligt euch daran!

Herzliche Grüße
Ihr / Euer
Michael Schmid

PS: Angesichts der Fülle an seit dem letzten Newsletter neu veröffentlichten Texten auf unserer Website können nicht alle in diesen Newsletter aufgenommen werden. Deshalb kann bei Interesse gerne auch auf unserer Website nach weiteren Artikeln geschaut werden.

Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Websites sollen u.a. zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
 
Artikel

Expertengespräch/Vortrag mit Andreas Zumach zum Krieg in der Ukraine

Angesichts des Ukraine-Kriegs ging Andreas Zumach, Journalist und Experte für internationale Beziehungen am 28.02.2022 (online, Veranstalter: FI Nottuln) und am 1.3.2022 in Würzburg (Veranstalter: Ökopax Würzburg) auf aktuelle Fragen ein. Beide Beiträge stehen nun als Videoaufzeichnungen zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür der FI Nottuln. Sachkundige und unbedingt hörens- und sehenswerte Beiträge von Andreas Zumach zum Krieg in der Ukraine sind hier zu finden. Unbedingt empfehlenswert für alle, die interessiert sind an Hintergründen und Zusammenhängen des Konflikt- und Kriegsgeschehens. Ohne dass die verschiedenen Konfliktparteien ihre jeweils eigene Verantwortung wahrnehmen, sondern einseitige Schuldzuweisungen erteilt werden, wird es wohl weder zu einem Waffenstillstand noch zu einer Verhandlungslösung kommen..>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014076.html

Jurij Scheliashenko: Putin und Selenskyj: Redet Miteinander!

Wir leben in schwierigen Zeiten, die Mut erfordern, um den Frieden zu fördern. (...) Es ist schwer, jetzt ruhig und besonnen zu bleiben, aber mit der Unterstützung der globalen Zivilgesellschaft ist es leichter. Freunde und Freundinnen aus vielen Ländern zeigen sich solidarisch und fördern aktiv den Frieden mit friedlichen Mitteln in und um die Ukraine. Dafür sind wir zutiefst dankbar und berührt. Von Jurij Scheliashenko - Kiew, Ukraine. Kiew, Ukrainische Pazifistische Bewegung. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014084.html

Ziviler Widerstand könnte sich als Geheimwaffe der Ukraine erweisen

Unbewaffnete Ukrainer, die Straßenschilder austauschen, Panzer blockieren und sich dem russischen Militär entgegenstellen, beweisen ihren Mut und und ihre strategische Klugheit. Von Daniel Hunter. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014075.html

Kriegsdienstverweigerer und Deserteure brauchen unsere Unterstützung

"Unsere Solidarität und Unterstützung gilt insbesondere allen, die sich dem Kriegseinsatz verweigern oder desertieren. Sie müssen geschützt werden", so heute Rudi Friedrich von Connection e.V. "Unsere Solidarität und Unterstützung gilt auch allen, die auf welcher Seite auch immer gegen den Krieg aufstehen, zivilen Widerstand leisten und das sofortige Ende des Krieges einfordern." "In den letzten Jahren kamen mehrere Hundert Verweigerer aus allen Teilen der Ukraine nach Deutschland", ergänzt Rudi Friedrich, "um hier Schutz vor einem Kriegseinsatz zu finden. Die meisten wurden in den Asylverfahren abgelehnt und so einem erneuten Kriegseinsatz ausgeliefert. Das ist ein Skandal, der sich nicht wiederholen darf." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014074.html

KDV-Kampagne: NEIN HEISST NEIN (Belarus)

Die belarussische Menschenrechtsorganisation "Nash Dom" ("Unser Haus") hat am 2. März 2022 um Unterstützung für eine neue Kampagne gebeten, die sie gerade gestartet hat. Es geht dabei um einen Aufruf an belarussische Männer, die Rekrutierung zum Kämpfen für Russland in der Ukraine zu verweigern. Es werden alle Frauen der Welt aufgerufen, einen Appell an die belarussischen Männer zu richten und ihnen zu sagen, dass sich heute das wahre Heldentum und der Mut der belarussischen Soldaten zeigen wird, wenn sie sich weigern, auf der Seite Putins und Russlands zu kämpfen. Der Aufruftext und ein Bericht vom 7. März 2022, in dem auch über Befehlsverweigerungen belarusischer Militärs berichtet wird, ist verlinkt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014081.html

Nein zum Krieg in der Ukraine! Ja zu Sozialer Verteidigung!

In einer Erklärung würdigt die Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden u.a. Menschen in der Ukraine, "die mit bloßen Händen auf Panzer zugehen, mit den russischen Soldaten reden und manchmal sogar die Panzer zum Umdrehen bringen. Dieses Vorgehen erfordert viel Mut und Zivilcourage. Sie zeigen uns mit diesem Vorgehen, was auch möglich wäre. Die soziale, gewaltfreie Verteidigung ist eine durchaus wirksame Waffe. Die Geschichte des Zweiten Weltkrieges zeigt, dass es viele Fälle gab, wo gewaltfreier Widerstand erfolgreich gegen die Nazis eingesetzt wurde, auch zur Rettung von Jüdinnen und Juden und zur Bewahrung der eigenen Integrität. Beispiele aus Dänemark, Norwegen und Bulgarien belegen dies. (...) Wer sich mit gewaltfreien Mitteln zur Wehr setzt, kapituliert nicht. Selbst wenn Russland die Ukraine militärisch besiegen würde, könnte die russische Regierung dieses große Land nicht so einfach regieren." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014097.html

Paul Schobel: "Hass erzeugt nur noch mehr Hass und ist kein Weg zum Frieden"

Wir seien heute früh, so tönte es am 24. Februar auf allen Kanälen, in einer "anderen Welt aufgewacht". Ich rieb mir verwundert die Augen. Eine andere Welt? Es war und ist die Welt, die ich kenne. Eine Welt voller Gewalt. Nichts ist am 24. Februar anders geworden. Außer, dass sich der Unfriede in der Welt in kranken Hirnen und verbrecherischen Köpfen zu einem so explosiven Gemisch verdichtet hat, dass es nun krachend detoniert. Strahlend und gut gelaunt ist der Krieg nun auch aus der europäischen Rumpelkammer zurückgekehrt. Dort glaubten wir ihn schon auf Dauer museal entsorgt, aber er war nur zwischengeparkt und zeigt uns nun seine hässliche Fratze. Wie üblich auf Lügen aufgebaut, walzt er nun die Ukraine nieder und entfaltet ein Potential, das die ganze Menschheit auslöschen könnte. Rede von Paul Schobel, ehemaliger katholischer Betriebsseelsorger, bei einer Friedenskundgebung am 5. März 2022 Stuttgart. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014101.html

Clemens Ronnefeldt: "Die Alternative zu Militäreinsätzen heißt nicht Passivität, sondern aktive zivile Friedensarbeit auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen"

Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes hielt am 5. März 2022 in Landshut auf Einladung der Friedensinitiative Landshut bei einer Kundgebung zur Beendigung des Ukraine-Krieges eine interessante Rede. Dabei ging er u.a. auf Fragen ein wie: Wie kann der Krieg gestoppt und weiteres menschliches Leid in der Ukraine verhindert werden? Ziviler Widerstand in der Ukraine? Was ist im Verhältnis zwischen NATO und Russland – und auch in Deutschland zur Deeskalation und für ein mehr an Frieden notwendig? Was können wir tun? >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014094.html

Jürgen Grässlin: Für eine allumfassende Kultur des Friedens in Zeiten der Kriege!

Grußwort von Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!", Bundesprecher der DFG-VK und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros zu den Friedenskundgebungen am 4. und 5. März 2022 in Tübingen, Stuttgart und Freiburg anlässlich des Russland-Ukraine-Krieges. Wesentliche Aussagen dabei sind u.a.: "Dieser Krieg muss sofort beendet werden! Die Waffen müssen schweigen, Diplomatie muss Lösungen auf dem Verhandlungsweg herbeiführen!",  "Schande über diese Bundesregierung, die den Krieg in der Ukraine schamlos für eine historisch hohe Aufrüstung und Militarisierung Deutschlands ausnutzt!", "Lasst uns Frieden schaffen ohne Waffen! Lasst uns der 'Unkultur des Krieges' eine allumfassende 'Kultur des Friedens' entgegensetzen!", "Deshalb meine Forderung: Kein Ausbau der Atomkraftwerke in Europa und weltweit! Zur Kultur des Friedens gehört auch die vollständige Umstellung unserer Energieversorgung auf regenerative Energiequellen!" >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014089.html

Michael Schmid: "Die Waffen nieder!" - Krieg in jeglicher Form ist ein Verbrechen an der Menschheit!

Von Michael Schmid - Rede bei der Kundgebung "Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine und ganz Europa" am 02.03.2022 in Gammertingen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014082.html

Aufruf "Die Waffen nieder!"

Mit dem Aufruf "Aufruf "Die Waffen nieder!" "" appellieren die Unterzeichnenden: "Das Blutvergießen beenden! Jedes Leben zählt! Den Angriff sofort beenden! Auf militärischen Widerstand verzichten - zivilen Widerstand leisten!". Dieser Aufruf wurde von Armin Lauven und Martin Singe initiiert und wird am 02.03.2022 als Anzeige in "die tageszeitung" (taz) erscheinen. Finanziert wurde die Anzeige von den Unterzeichnenden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014077.html

IPPNW-Appell zum Ukrainekrieg: Die Waffen nieder! Deeskalation jetzt!

Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine. Es darf keinen Abbruch diplomatischer Beziehungen geben, die Gesprächskanäle müssen offen bleiben. Wir appellieren an die Bundesregierung, auf alle Maßnahmen zu verzichten, die eskalierend wirken können. Mehr denn je brauchen wir eine starke Bürger*innen und Friedensbewegung auf den Straßen. Dringend notwendig sind alle Formen des kulturellen Austausches zwischen Menschen in der Ukraine, Russland und Deutschland. In ihrer großen Mehrheit lehnen sie jeden Krieg in Europa ab und wollen friedlich miteinander leben. Wir verweigern uns dem Hass, der zunehmend die Debatten um den Ukraine-Krieg bestimmt. Es ist bestürzend zu sehen, wie die vielen zivilgesellschaftlichen Verbindungen mit Russland, die nach den schmerzlichen Erfahrungen des 2. Weltkrieges mühsam aufgebaut wurden, jetzt abreißen. In diesem Sinne kritisiert die IPPNW, die Empfehlung des Bundesforschungsministeriums, jegliche wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Russland auszusetzen. Unterzeichnen Sie hier online den Appell "Die Waffen nieder- Deeskalation jetzt". >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014087.html

Zeitenwandel

Mein Leben lang bin ich davon überzeugt, dass Waffen keine Probleme lösen sondern nur verschärfen können und dass Aufrüstung letztendlich zum Krieg führt. Und diese Einstellung hat sich durch die Kriege der letzten Jahrzehnte nicht geändert, sondern eher gefestigt. Heute wurde im Parlament selbst Franz-Josef Strauß zitiert und eine Zementierung der nuklearen Teilhabe gefordert. Ich könnte kotzen ... Aber besonders erschreckend fand ich, wie SPD und Grüne mal so eben über Nacht ihre bisher erklärten Grundsätze "keine Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete" und "Zurückhaltung beim Rüstungsetat" komplett über Bord geworfen haben. Diese Politiker:innen haben aus meiner Sicht damit bewiesen, dass sie ihre eigenen Argumente selbst nie wirklich verstanden haben und eher populistisch unterwegs sind. Von Martin Firgau. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014093.html

Forderungen nach einer Flugverbotszone: Falsch und gefährlich

Präsident Selenskis Drängen nach einer Flugverbotszone ist verständlich. Doch dann würde ein Krieg zwischen Atommächten drohen. Kommentar von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014092.html

Friedensgesellschaft warnt vor neuem Militarismus: Aufrüstung und Wehrpflicht bringen keine Lösung

Der neue, radikale Militärkurs der Bundesregierung wird nicht zu Frieden führen, sondern nur weitere sicherheitspolitische Probleme schaffen, warnt die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Ohne vorherige gesellschaftliche oder auch nur innerparteiliche Debatte hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntag ein 100 Milliarden-Sofort-Aufrüstungsprogramm für die deutsche Armee angekündigt – u.a. sollen neue Trägersysteme für die in Deutschland gelagerten US-Atombomben beschafft werden. Bereits von 2012 auf 2022 ist der Militär-Etat von 31,9 Milliarden Euro auf 50,3 Milliarden Euro gewachsen – ein Plus von 58 Prozent. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014080.html

Militarisierung darf keine Antwort auf Putins Krieg sein

Stellungnahme von Ohne Rüstung Leben zum Angriff auf die Ukraine und zur Reaktion der deutschen Bundesregierung (3. März 2022). >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014083.html

Zeitenwende beim Rüstungshaushalt

Von einer "Zeitendwende" sprach Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Regierungserklärung zum Ukraine-Krieg am 27. Februar 2022. Und in der Tat übersteigt das, was er darin angekündigt hat, alles, was bis kürzlich auch nur ansatzweise für möglich gehalten worden wäre. Der russische Angriff auf die Ukraine ebnet so auch den Weg für eine beispiellose Militarisierung Deutschlands, die eine Reihe von Bereichen betrifft, besonders aber die Rüstungsausgaben. em angesichts der aktuellen Eskalation häufig und bewusst erweckten Eindruck, die Bundeswehr sei in den letzten Jahren und Jahrzehnten systematisch kaputtgespart worden, muss entschieden entgegengetreten werden. Von Jürgen Wagner. >>  https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014073.html

Waffenstillstand - sofort! Die EU muss umgehend initiativ werden (2)

Der russische Angriffskrieg ist völkerrechtswidrig und muss in aller Deutlichkeit verurteilt werden. Wir müssen jedoch erkennen, dass die Welt vor einer politischen Katastrophe, ja sogar dem Beginn eines neuen Weltkrieges steht, für den nicht Russland allein verantwortlich gemacht werden kann. Um ein folgenreiches Desaster und nach der Alarmbereitschaft russischer Atomwaffen vielleicht auch einen Atomkrieg zu verhindern, muss im Ukrainekrieg ein sofortiger Waffenstillstand erreicht werden. Der Krieg und der parallel begonnene Wirtschaftskrieg finden jetzt auf europäischem Boden statt. Daher ist es die ureigenste Pflicht der Europäer, selbst ganz autonom und ohne amerikanische Bevormundung zu handeln. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014070.html

Krieg in der Ukraine: Es droht eine nukleare Katastrophe

Mit dem Beschuss von Gebäuden, die zum größten Atomkraftwerk Europas gehören, dem ukrainischen AKW Saporischschja, rückt mit den Horrorszenarien des Krieges eine nukleare Katastrophe in greifbare Nähe. Die Friedennobelpreisträger-Organisation IPPNW hatte in der Vergangenheit eindringlich vor dieser Gefahr gewarnt. Sie forderte die russische Regierung auf, jedweden Beschuss nuklearer Anlagen zu unterlassen und die Sicherheitsstrukturen der ohnehin gefährlichen Nukleareinrichtungen nicht zu gefährden. Auch für den BUND stellen die Atomkraftwerke im Kriegsgebiet in der Ukraine eine nie dagewesene nukleare Bedrohung für ganz Europa dar. Angesichts der Bilder vom Brand am Akw Saporischschja sind die Rufe führender Unions-Politiker wie Markus Söder nach Laufzeitverlängerungen in Deutschland geradezu unerträglich. Nur eine zügige Energiewende schafft sicherheits- und friedenspolitische Voraussetzungen für ein zukunftsfähiges Europa. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014088.html

Nach Beschuss von ukrainischem AKW: Atomkraft ist keine Alternative zu russischem Gas

Die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt warnt vor dem Hintergrund des eskalierenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eindringlich vor einem energiepolitischen Rollback. Zur Diskussion über mögliche Laufzeitverlängerungen für AKW erklärt Matthias Weyland, Vorstand von .ausgestrahlt: "Dass ausgerechnet diejenigen, welche die Energiewende in den vergangenen zwei Jahrzehnten massiv blockiert haben, nun nach Laufzeitverlängerungen für Kohle- und Atomkraftwerke rufen, ist bezeichnend. Versorgungssicherheit und Freiheit verlangen eine möglichst schnelle und umfassende Energiewende. Ein energiepolitischer Rollback zu Kohle und Atom würde die Abhängigkeiten von autoritären Regimes wie dem des russischen Präsidenten Putin nur vergrößern und verlängern. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014086.html

Erhöhte Bereitschaft der Atomstreitkräfte gefährdet den Weltfrieden

Die Friedensnobelpreisträger-Organisation IPPNW verurteilt die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die “strategischen Abschreckungskräfte”, darunter Atomwaffen, in erhöhte Kampfbereitschaft zu versetzen. Dieser Schritt gefährdet den Weltfrieden. In Zeiten von Krieg und geopolitischen Spannungen ist jegliche Drohung mit Atomwaffen unverantwortlich. Auch ohne Absicht kann jederzeit eine Fehleinschätzung oder technisches Versagen zu einem Atomwaffeneinsatz führen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014078.html

"Holt uns hier raus!": PRO ASYL unterstützt zum 8. März den Hilferuf einer Gruppe von afghanischen Frauenrechtlerinnen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März stellt die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL die dramatische Situation der Frauen in Afghanistan in den Mittelpunkt. "Holt uns hier raus!" heißt der flehentliche Appell einer Gruppe von afghanischen Frauenrechtlerinnen, die sich in ihrer Heimat vor den Todesdrohungen der Taliban verstecken müssen. PRO ASYL veröffentlicht und unterstützt den Appell und fordert die Bundesregierung auf, gefährdete Einzelpersonen aus Afghanistan sofort aufzunehmen und die Versprechungen aus dem Koalitionsvertrag sofort zu realisieren. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014098.html

Zwei weitsichtige Stücke von Lisa Fitz

Sie machte uns auf "Olga Geheimnikowa" aufmerksam, zwei Videos aus dem Jahr 2016. Schauen Sie sich in einer freien Minute OLGA Teil1 und OLGA Teil2 an. Es lohnt sich – schon wegen ihres Hinweises auf Zbigniew Brzeziński, den "geopolitischen" Berater mehrerer US-Präsidenten und Autor des für den jetzigen militärischen Konflikt einschlägigen Buches "The Grand Chessboard", auf Deutsch: "Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft" (1997). Viele Beobachter des Zeitgeschehens haben die Thesen Brzezińskis und seine politischen Absichten und Empfehlungen nicht ernst genommen, Lisa Fitz schon. Albrecht Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014069.html

Hinweise

Krieg in der Ukraine: Infos und Aktivitäten der Friedensbewegung

Das Netzwerk Friedenskooperative bietet eine Übersicht der Aktivitäten und Veröffentlichungen der Friedensbewegung an.

Weitere Hinweise:

Internationale pazifistische Erklärungen zur Ukraine

Verschiedene Gruppen, Organisationen und Netzwerke haben seit dem 24. Februar Erklärungen zur Ukraine verfasst. Der Bund für Soziale Verteidigung hat ein paar von ihnen, die nach unserem Wissen noch nicht in Deutschland bekannt gemacht wurden, mit Deepl.com übersetzt. Sie können hier heruntergeladen werden. >> https://www.soziale-verteidigung.de/artikel/internationale-pazifistische-erklarungen-ukraine

Neu: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 112

Im Einleitungsartikel des neuen Rundbriefs beschreibt Michael Schmid u.a. seine Sorge angesichts einer neuen Qualität des Säbelrasselns zwischen der US-Regierung, anderen NATO-Staaten und Russland in den vergangenen Monaten und warnt vor einer Eskalation hin zu einem Krieg, in den dann auch die NATO involviert sein könnte sei (der Artikel wurde ein paar Tage vor dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen Führung auf die Ukraine abgeschlossen). Katrin Warnatzsch gibt Einblick in den Alltag im "Lebenshaus", zu dem nach wie vor die praktische Unterstützung und Begleitung junger afghanischer Männer gehört, die vor ein paar Jahren vor Krieg und Zerstörung in unser Land geflohen sind. Julia Kramer geht auf die Revolution 2018/2019 in Sudan ein und sieht darin trotz aller Hürden und Rückschläge "eine Inspiration und ein Lehrstück für tiefe gesellschaftliche Transformationsprozesse von unten, hin zu Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit." In weiteren Artikeln geht es um eine Würdigung des im Januar überraschend verstorbenen Anti-Atomaktivisten Jochen Stay, um einen Aufruf "Nie wieder Krieg. Diplomatie statt Eskalation", Leonardo Boff beschreib "Das ‚stahlharte Gehäuse' des Kapitals". Der Rundbrief kann hier heruntergeladen werden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014100.html

Termine

:: 09.03.2022 ff. - bundesweit Termine der Friedensbewegung zum Ukraine-Krieg

Das Netzwerk Friedenskooperative bietet eine Terminübersicht der Aktivitäten der Friedensbewegung zum Ukraine-Krieg an. Mehr >> https://www.friedenskooperative.de/ukraine-krise-alle-infos#eins



:: 10.03.2022 - 19:00 bis 20:30 Uhr - Online-Vortrag: NATO-Russland-Konflikt - Das Gebot der Stunde ist Deeskalation.

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, freier Journalist zu Themen der UNO und der internationalen Politik. Mehr >> https://www.ev-laboratorium.de/programm/?pid=394



:: 11./12.03.2022 - ab 19:30 Uhr Online Tagung "Gewaltfreier Widerstand in repressiven Zeiten: Strategien des Widerstands und Formen der Unterstützung"

Thema der Tagung des Bundes für Soziale Verteidigung (BSV) sind zivile, gewaltfreie Widerstandsbewegungen. Ihre Zahl hat in den letzten dreißig Jahren stark zugenommen.Als Referent*innen konnten u.a. die international bekannte Wissenschaftlerin Sharon Erickson Nepstad, einer der ausgewiesenen Forscherinnen über gewaltfreien Widerstand, gewinnen. Olga Karatch von "Unser Haus" wird über ihre Arbeit berichten. Danach wird es auch um das Thema "Ukraine" gehen - dafür haben wir das Programm etwas angepasst. Christine Meissler von Brot für die Welt wird über "Shrinking Spaces" reden. Am Nachmittag gibt es Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Die Online-Veranstaltung findet auf Zoom statt. Anmeldung bitte an info@soziale-verteidigung.de. Die Teilnahme kostet 15 Euro, aber am Geld soll es für niemanden scheitern! Mehr erfahren >> https://www.soziale-verteidigung.de/termin/tagung-gewaltfreier-widerstand-repressiven-zeiten-strategien-widerstands-formen-unterstutzung

 

:: 13.03.2022 - 12:00 Uhr Oberer Schlossgarten Stuttgart: Großdemo für den Frieden: "Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine"

Am 13. März 2022 finden ab 12:00 Uhr in ganz Deutschland Großdemos für den Frieden statt. An diesem Tag werden Hunderttausende Menschen für ein Europa des Friedens, der Solidarität und der Abrüstung auf die Straßen gehen. Seid auch Ihr dabei und bekundet Eure Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine!

Weitere Großdemos werden in Hamburg, Frankfurt und Berlin stattfinden.

 

:: 14.03.2022 - 18:00 - 20:00 Uhr [online]: "Krieg in der Ukraine"

Online-Vortrag und Diskussion "Vortrag Krieg in der Ukraine" - Versuch einer Momentaufnahme mit Ivo Georgiev (Leiter des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kiew. Er hat Kontakt zu zivilgesellschaftlichen Organisationen vor Ort. Die Mitarbeiter*innen seines Büros sind unmittelbar vom russischen Angriff betroffen), Andreas Zumach (freier Journalist und Auslandskorrespondent der taz. Er hatte den Prozess der Auflösung der UdSSR und der Warschauer-Pakt-Staaten von Anfang an begleitet), Mod.:Lara Straatmann (Journalistin und arbeitet als Redakteurin für das ARD-Politmagazin „Monitor“), 18.30- 20 Uhr, via online tool zoom, Anmeldung bei Teilnahme per zoom erforderlich, VHS Köln: 0221/221-25990, eMail: vhs-kundenzentrum [at] stadt-koeln [dot] de (ohne Anmeldung Livestream: https://t1p.de/pjz4), VA: VHS Köln, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Melanchthon Akademie Köln, Friedensbildungswerk Köln, Katholisches Bildungswerk Köln und Karl Rahner Akademie Köln. Mehr >> https://friedensbildungswerk.de/



:: 15.03.2022 - 19:00 Uhr Brunsviga Kulturzentrum in Braunschweig [Hybrid-Veranstaltung]: "Krieg gegen die Ukraine - das Ende aller Hoffnungen auf eine eurasische Friedensordnung?"

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach. Der Vortrag wird auf Video aufgezeichnet.
Russlands völkerrechtswidriger Krieg gegen die Ukraine ist durch Nichts zu rechtfertigen. Auch nicht durch die Fehlhandlungen, Versäumnisse und gebrochenen Zusagen des Westens in den letzten drei Jahrzehnten seit Ende des Kalten Krieges. Was können Sanktionen gegen Russland jetzt bewirken? Ist das NEIN der Friedensbewegung zu Waffenlieferungen an die Ukraine weiterhin richtig? Was sind die Voraussetzungen und Chancen für eine Friedensordnung mit Russland auf unserem gemeinsamen eurasischen Kontinent nach dem Ende der Ära Putin? Und wie stellt sich China zu dem Krieg? VA: Friedenszentrum Braunschweig. Mehr >> https://www.friedenskooperative.de/termine/hybrid-krieg-gegen-die-ukraine-das-ende-aller-hoffnungen-auf
 

:: 18.03.2022 - 17:00 Uhr Stadtbrunnen in Gammertingen:"Die Waffen nieder! Friedenslogik statt Kriegslogik"

Aufgrund des Krieges in der Ukraine laden wir als Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. und Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gammertingen für kommenden Mittwoch, den 2. März 2022, zu einer Kundgebung in Gammertingen ein. Unser Motto lautet:  "Die Waffen nieder! Friedenslogik statt Kriegslogik". Sei dabei! Und sag es weiter! Mehr >>
https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/014099.html


Weitere Vortragsveranstaltungen mit Andreas Zumach:

:: 21.03.2022 - 19:30 Uhr - Schwäbisch Hall: "Russland und der Westen - Eskalation ohne Ausweg?"

VA: Evang. Kreisbildungswerk SHA. Mehr >> https://www.kirchenbezirk-schwaebischhall.de/partner/evang-kreisbildungswerk/veranstaltungen
 

:: 22.03.2022 - 19:30 - 21:00 Uhr - Künzelsau: "Russland und der Westen - Eskalation ohne Ausweg?"

VA: VJS Künzelsau, Evang. Bildungswerk Hohenlohe und der Buchhandlung Lindenmaier & Harsch. Mehr >> https://www.vhs-kuen.de/programm/kurs/Russland-und-der-Westen-Eskalation-ohne-Ausweg/22110210
 

:: 23.03.2022 - 19:00 Uhr Speratushausn Ellwangen: "Der Ukraine-Krieg"

Vortrags- und Diskussionsabend mit Andreas Zumach. VA: Mahnwache Ellwangen
 

:: 24.03.2022 - 19:00 Uhr in der Lutherkirche Nürtingen (nähere Angaben folgen noch).

VA: Friedensarbeitskreis Nürtingen.
 

:: 30.03.2022 - 19:00 Uhr, Club Vaudeville Lindau: Ukraine - Der neue Krieg?

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach (Journalist und ehemaliger Korrespondent der Zeitungen taz, Berlin und WOZ, Zürich, bei der UNO in Genf), 19 Uhr, Club Vaudeville Lindau, VA:  Bunte Liste Lindau, Bündnis 90/DIE GRÜNEN Kreis Lindau, Friedensregion Bodensee, Die LINKE im Landkreis Lindau, Keine Waffen vom Bodensee. Kontakt: christian.s.harms@gmx.com , friedensregion-bodensee.de


Veranstaltungstermine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen


Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 25.10.2018). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

Spendenkonto: 
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bank: GLS Bank eG
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