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Lebenshaus-Newsletter

16. Dezember 2021

Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.:

Spendenbitte zum Jahresende


Wir haben Sie/Euch im Jahr 2021 auf der Lebenshaus-Website wieder intensiv informiert. Täglich wurden neue Texte eingestellt. Mit dem Projekt "Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten" haben wir noch eine weitere Website ins Internet gestellt. Mit unseren Websites informieren wir Sie/Euch kostenlos. Finanziert werden diese Veröffentlichungen sowie unser sonstiges Engagement für gerechten Frieden und eine lebensfähige wie lebenswerte Mitwelt nahezu vollständig durch Spenden und Mitgliedsbeiträge von einzelnen Menschen. Für unser von Politik, Parteien und Wirtschaft unabhängiges Engagement sind wir auf Ihre und Eure Unterstützung und Solidarität angewiesen. 

Spendenkonto:

Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
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Mehr Infos >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013914.html



Liebe Freundinnen und Freunde,
 
an den Beginn des vermutlich letzten Lebenshaus-Newsletters in diesem Jahr möchte ich den Beitrag "Abwarten? Tun!" von Erich Kästner stellen.
 

Abwarten? Tun!


Rundheraus: das alte Jahr war keine ausgesprochene Postkartenschönheit, beileibe nicht. Und das neue? Wir wollen’s abwarten. Wollen wir’s abwarten? Nein. Wir wollen es nicht abwarten! Wir wollen nicht auf gut Glück und auf gut Wetter warten, nicht auf den Zufall und den Himmel harren, nicht auf die politische Konstellation und die historische Entwicklung hoffen, nicht auf die Weisheit der Regierungen, die Intelligenz der Parteivorstände und die Unfehlbarkeit aller übrigen Büros. Wenn Millionen Menschen nicht nur neben-, sondern miteinander leben wollen, kommt es auf das Verhalten der Millionen, kommt es auf jeden und jede an, nicht auf die Instanzen.

Wenn Unrecht geschieht, wenn Not herrscht, wenn Dummheit waltet, wenn Hass gesät wird, wenn Muckertum sich breit macht, wenn Hilfe verweigert wird – stets ist jeder Einzelne zur Abhilfe mit aufgerufen, nicht nur die jeweils „zuständige“ Stelle. Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt. Und jeder von uns und euch muss es spüren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet. Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere oder empöre, je nachdem.


Erich Kästner,  Die Kleine Freiheit, 1952
 
Ich wünsche Ihnen und Euch eine friedvolle Weihnachtszeit, ein gesundes neues Jahr 2022 und guten Lebensmut!

Ihr / Euer
Michael Schmid

PS: Der Newsletter darf gerne an andere Menschen weitergeleitet werden!
Artikel

Die Rechte der Natur und der Erde

Mit dem Eindringen von Covid-19 und der Zunahme von Extremereignissen sind die Natur und die Erde in das Blickfeld der Menschen gerückt. Tatsache ist, dass wir uns im sechsten Massenaussterben befinden, das durch das Anthropozän und Nekrozän der letzten Jahrzehnte noch verschärft wurde. Daher ist eine andere Art der Beziehung zur Natur und zur Erde, unserem gemeinsamen Haus, erforderlich, um ihre Biokapazität zu erhalten. Von Leonardo Boff. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013942.html

Die Zukunft hängt jetzt von uns ab

Die COP26 in Glasgow enttäuschte in ihrem zentralen Punkt: dem Konsens über die Abschwächung der globalen Erwärmung, da sie immer noch an der Verwendung von Kohle festhielt, obwohl diese nach und nach als Energiequelle abgeschafft wird. Doch es gab auch Fortschritte, die bei den vorangegangenen Sitzungen der 25 COPs nicht zu sehen waren. Diesmal wurde ausnahmslos zugegeben, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird. Die Extremereignisse, das Eindringen von Methan durch das Schmelzen der Permafrostböden und der Polkappen, das 20-mal schädlicher ist als CO2, die zunehmende Erosion der biologischen Vielfalt, die Verbreitung von Viren wie Covid-19, der Overshoot der Erde, der uns jedes Jahr erschreckt, weil der derzeitige Verbrauch bei mehr als eineinhalb Erden liegt, was die Biokapazität der Erde einschränkt, und die Überschreitung einiger der neun planetarischen Grenzen, die unsere zivilisatorische Erfahrung gefährden könnten, haben die Leugner auf den Plan gerufen, die lieber ihr Vermögen und ihr Kapital verteidigen wollen als das Leben des Planeten und unsere gemeinsame Zukunft. Von Leonardo Boff. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013937.html

"Wegweisender Klimaschutz" mit Militär und Atomenergie unvereinbar

Die Ärzt*innenorganisation IPPNW kritisiert die eklatante Leerstelle in den Plänen der Ampel-Koalition für den Klimaschutz. Der Koalitionsvertrag spare einen großen CO2-Emittenten aus: die Bundeswehr sowie die geplante militärische Aufrüstung. Außerdem müsse dringend verhindert werden, dass Atomenergie in die EU-Taxonomie aufgenommen werde. "Militär, Rüstungsindustrie und Krieg verbrauchen ungeheure Mengen an fossilen Brennstoffen und verursachen massive Umweltschäden durch verseuchte Böden und Gewässer, Brände und Flächenverbrauch", erklärt Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der IPPNW. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013923.html

Elektromobilität als rüstungsindustrielles Programm?

Während bedingt durch die Fußball-Europameisterschaft 2021 täglich das Fußball- und Fernsehpublikum von VW und BMW in Werbespots davon überzeugt wurde, dass Autofahren Spaß macht und der "Way to Zero" eben darin bestünde, sinnlos und alleine in sportlichen Elektro-Autos durch die Gegend zu fahren, gaben sich der grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs und der grüne Oberbürgermeister Tübingens am 21. Juni 2021 - dem Tag der Sommersonnwende - ein Stelldichein mit Vorständen der Porsche AG. Gemeinsam wurde verkündet, dass Porsche in die Entwicklung und Produktion von Batteriezellen einsteigen würde und hierzu den Bau einer Fabrik in Tübingen plane. Von Christoph Marischka. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013924.html

Bundeskanzler Olaf Scholz in Brüssel und Paris: Kein grünes Label für Frankreichs Atomwaffenprogramm!

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert Bundeskanzler Olaf Scholz auf, sich auf seiner Antrittsreise in Paris klar gegen Atomenergie als nachhaltigen Energieträger zu positionieren. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013939.html

AGDF: Licht und Schatten im Programm der Ampel-Koalition

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) sieht im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP aus friedenspolitischer Sicht Licht und Schatten. In Bezug auf den gesellschaftlichen Frieden im Land, aber auch bei der internationalen Jugendarbeit sieht der Friedensverband gute Ansätze für die kommenden vier Jahre, auf deutliche Kritik stoßen dagegen die Aussagen zur Außen- und Sicherheitspolitik. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013934.html

Ampel-Koalition und Israel/Palästina: Die neue Koalition gibt sich bewusst proisraelisch

Der Black Friday ist ein ganz schwarzer Tag für die Umwelt. Die mit ihm verbundenen Konsum- und Kaufanreize sind angesichts der Klimakrise und des massiven Artensterbens völlig aus der Zeit gefallen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert deshalb von der neuen Bundesregierung zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, wie der Umbau hin zu einer ökologisch und sozial gerechten Wirtschaft gelingen kann. Ein Wirtschaftsmodell der Zukunft muss deutlich weniger Ressourcen, Energie und Flächen verbrauchen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013933.html

Deutschlands Grüne auf dem Weg zum Global Player

Einst schützten sie seltene Apfelsorten, Lurche und Basisdemokratie. Dann begann ihr Marsch in Richtung Nato und Ordnungsmacht USA. Von Helmut Scheben. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013932.html

Stockholm Initiative klammert Atomwaffenverbot aus

Anlässlich des gestrigen Ministerialtreffens zur "Stockholm Initiative" unter dem Ko-Vorsitz der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock, kommentiert Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges: Die Minister*innen der so genannten "Stockholm Initiative" betonen, dass sie sich für eine ergebnisorientierte Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NPT RevCon) im Januar einsetzen. Doch ohne überhaupt sachlich anzuerkennen, dass der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) existiert, wird es kein sinnbringendes Ergebnis der NPT RevCon geben. Die atomwaffenfreien Staaten haben ein Sicherheitsbedürfnis und wollen nicht von neun Staaten - von denen nur fünf Mitglieder im Nichtverbreitungsvertrag sind - mit Atomwaffen bedroht werden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013944.html

Papst: "Krieg gegen Flüchtlinge beenden"

Das Mittelmeer sei zu einem "kalten Friedhof ohne Grabsteine" geworden, einem "Spiegel des Todes", sagte Papst Franziskus beim Besuch eines Flüchtlingslagers in Griechenland. Damit litten nicht nur Boote Schiffbruch, sondern "unsere gesamte Zivilisation". Der sächsische Ministerpräsident, ein Christdemokrat, meinte gar mit Blick auf die Flüchtlinge an der polnischen Grenze zu Belarus: "Wir werden diese Bilder ertragen müssen". Für den Papst ist diese Denke keine humane Haltung, sondern ein unerträglicher Zynismus. Er nennt die derzeitige Flüchtlingspolitik einen "Krieg dieser Zeit", durch den Männer, Frauen und Kinder "zum Tod verurteilt" werden. Von Franz Alt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013938.html

"Gandhi als Glaubender"

George Pattery, bis 2020 Präsident der Süd-Asiatischen Jesuitenprovinzen, schreibt über seine jetzt auch in deutscher Sprache vorliegende Studie "Gandhi als Glaubender": "Sehr oft wird die religiöse Dimension Gandhis für selbstverständlich gehalten oder ausgeklammert. Wir behaupten in diesem Buch, dass der Schlüssel zum Verständnis Gandhis gerade in seiner Religiosität liegt." Mahatma Gandhi war der Erste, der aktive Gewaltfreiheit als Handlungsprinzip für das politische und gesellschaftliche Feld erschlossen hat. Er hat damit u.a. Martin Luther King und Nelson Mandela inspiriert. Er hat Christ*innen auf die politischen Implikationen ihres Glaubens aufmerksam gemacht und neue Zugänge zur Bergpredigt Jesu und zur Kreuzestheologie eröffnet. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013929.html

120 Jahre Friedensnobelpreis: Nicht immer feine Adressen

Seit 1901 wird alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Bernhard Nobel, der nach ihm benannte Friedenspreis vom norwegischen König in Oslo überreicht. Die Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag, der vom Jahreszinsertrag der Nobelstiftung abhängt. Den diesjährigen Friedensnobelpreisträgern, der Journalistin Maria Reesa aus den Philippinen und dem russischen Journalisten Dmitri Muratow, steht ein Preisgeld von umgerechnet etwa eine Million Euro zu. Eine Tour d’Horizon von Rainer Werning. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013940.html

Andreas Zumach: Auf der Krim soll das Volk erneut entscheiden!

Die größte Gefahr für unseren Planeten sind immer mehr Menschen, die so leben möchten wie wir in der Schweiz oder in Deutschland. Von Niklaus Ramseyer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013941.html

Ukraine-Krise: Beide Seiten müssen deeskalieren

Joe Biden und Wladimir Putin wollen am Dienstag reden. Um eine Eskalation abzuwenden, müssen sich beide bewegen. Von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013931.html

So kann man aus der Geschichte lernen

Die Geschichte George F. Kennans, des berühmten US-amerikanischen Politologen, zeigt, dass Lernen aus der Geschichte möglich wäre. Von Christian Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013922.html

Schleichwerbung für das Militär

Der große Zapfenstreich für die scheidende Bundeskanzlerin sei geschenkt, obwohl dieses Ereignis in die große Linie der Militarisierung passt. Kurz zuvor haben sich die politisch Verantwortlichen dafür entschieden, einen General zum Leiter des Krisenstabes Corona zu machen. Die Tagesschau meldete am 30. November: "Leiter des Krisenstabs Carsten Breuer ist Deutschlands Corona-General". – Es ist grotesk, keine fachlich qualifizierte Person unter den vielen Beamten und Angestellten des Bundes und der Länder gefunden zu haben. Das ist nicht nur grotesk. Es ist Absicht. Dann wird in unseren Medien immer wieder mit dem Einsatz des Bundeswehr-Sanitäts-Airbus für das Militär geworben. Die Tagesthemensendung von vor einer Woche zeigte, wie absichtsvoll hier vorgegangen wird. Von Albrecht Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013927.html

Der Afghanistankrieg der NATO

Um die Analysen zu den fatalen Wirkungen des NATO-Krieges in Afghanistan aus den verschiedenen Blickwinkeln zusammenzutragen und öffentlich zu präsentieren, lud eine breite Koalition von Friedensorganisationen für den 31. Oktober 2021 zu einer Konferenz "20 Jahre Nato-Krieg in Afghanistan - eine vorläufige Bilanz" ins Frankfurter Gewerkschaftshaus - und virtuell im Internet - ein. Inzwischen liegt eine Dokumentation dieser Afghanistankonferenz  vor. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013928.html

20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan

Warum scheiterte der mit 20 Jahren längste Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch? Interview bei Transparenz TV von Clemens Ronnefeldt mit Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013926.html

Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban - Handlungsbedarf der Innenminister*innen

Bei der Innenministerkonferenz muss ein Fokus darauf gerichtet werden, welche Konsequenzen aus der Machtübernahme der Taliban im Hinblick auf die in Deutschland lebenden Afghan*innen zu ziehen sind, aber auch in Bezug auf dort zurückgebliebene, gefährdete Menschen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013925.html

Impfkampagne mit General

Die neue Ampelkoalition ist im Regierungsmodus angekommen. Mit ihren Beschlüssen zur Reaktion auf die vierte Welle der Corona Pandemie zeichnet sich langsam ab, wie künftig mit Krisen umgegangen werden soll. Als Zwischenziel bis Weihnachten wurde die Durchführung von 30 Millionen weiteren Impfungen ausgegeben. Um dieses Ziel durch- und umsetzen zu können, zieht der designierte Kanzler Scholz Kompetenzen an sich. Verortet im Bundeskanzleramt entsteht ein neuer Bund-Länder-Krisenstab, der die zunehmend zentralisierte Impfkampagne steuern soll. Als Leiter dieses Krisenstabes hat Carsten Breuer bereits seine Arbeit aufgenommen. Breuer ist allerdings kein Politiker, kein Beamter, kein Unternehmensberater und auch kein Wissenschaftler, sondern Zweisternegeneral der Bundeswehr. Von Martin Kirsch. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013935.html

Der Corona-General

Ein General mit Erfahrung aus Einsätzen im Kosovo und in Afghanistan und aus der Vorbereitung der Defender Europe-Großmanöver führt künftig den Corona-Krisenstab der rot-grün-gelben Bundesregierung. Generalmajor Carsten Breuer hat seit dem vergangenen Jahr als Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben die Amtshilfemaßnahmen der Bundeswehr im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie organisiert; zu den Aufgaben seines Kommandos gehören zudem der Betrieb von Truppenübungsplätzen und praktische Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Host Nation Support, also dem Aufenthalt von Truppen verbündeter Staaten in Deutschland und ihre Durchreise. In diesem Zusammenhang war Generalmajor Breuer mit der Unterstützung des Vormarschs von US-Truppen in Richtung russische Grenze während der Defender Europe-Manöver befasst. Den neuen Corona-Krisenstab, ein grundsätzlich ziviles Gremium, führt er von einem Büro im Bundeskanzleramt aus. Mit der Postenvergabe an einen General treibt die neue Regierung, in der die Grünen eine starke Stellung innehaben, die gesellschaftliche Normalisierung des Militärischen weiter voran. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013930.html

Unglückliches Land

Unglücklich das Land, das Whistleblower nötig hat, könnte man mit Brechts Galilei ausrufen. Besonders Staaten, die als Demokratie der Legitimation durch Wahlen bedürfen, verheimlichen gern Aktionen, die gegen den Mehrheitswillen des Souveräns verstoßen. Und Menschen, die solche Geheimnisse offenbaren, leben gefährlich: Oft werden sie verfolgt, ihrer bürgerlichen Existenz beraubt oder gar mit dem Tode bedroht. Denn sie gefährden die "nationale Sicherheit", zumindest verletzen sie aber das "Staatswohl" oder die "Staatsräson". Sind also womöglich die Interessen eines solchen abgehobenen Staates nicht identisch mit denen des Volkes, von dem doch alle Staatsgewalt ausgehen soll? Von Georg Rammer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013936.html

"Bill Gates als Brandstifter, der jetzt das Löschen sponsert"

Warum Milliardäre wie Bill und Melinda Gates die Probleme nicht lösen können, die sie mit verursacht haben. Von Linsey McGoey. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013921.html

Hinweise

Daniel Ellsberg über Assange: "Er muss freigelassen werden, um der Welt mehr Wahrheit zu vermitteln"

Nach dem Urteil eines britischen Gerichts vom 10.12.2021 darf Julian Assange an die USA ausgeliefert werden. In einem Video spricht der ehemalige Pentagon-Insider und heutige Whistleblower Daniel Ellsberg über seinen Fall und die Ähnlichkeiten mit dem Fall Assange. Er betont auch die Bedeutung der journalistischen Arbeit von Assange bei der Aufdeckung von US-Kriegsverbrechen.
Dieses Video wurde ursprünglich von theAnalysis.news produziert sowie veröffentlicht (28.10.21) und wurde von acTVism Munich e.V. erneut publiziert, um das Bewusstsein für dieses Thema in Deutschland und weltweit zu stärken. Das Video wurde am 28.10.21 aufgenommen, bevor ein britisches Gericht die Auslieferung von Assange an die Vereinigten Staaten beschloss. Angesichts des historischen Werts und des Kontexts, den Ellsberg zum Fall Assange beiträgt, hat acTVism Munich e.V. es erneut veröffentlicht.

Daniel Ellsberg war Berater des US-Verteidigungsministeriums und des Weißen Hauses und an der Ausarbeitung von Atomkriegsplänen beteiligt. In seinem Buch The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner, enthüllt Ellsberg zum ersten Mal die Existenz streng geheimer Dokumente aus seinen Planungsstudien zur Führung von Atomkriegen, neben den Pentagon Papers, die er bekanntlich 1971 veröffentlichte.

Zum Video >> https://www.actvism.org/opinions/wahrheit-ellsberg-assange-welt/

Neu erschienen: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 111

Im Einleitungsartikel des neuen Rundbriefs geht Michael Schmid u.a. der Frage nach, ob die Hoffnung, die auf einen raschen Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien setzt, nicht eine Illusion ist, zumindest sofern sie auf ein wirtschaftliches und gesellschaftliches "weiter so" setzt und das Wachstum der Wirtschaft mithilfe erneuerbaren Energien und stetiger Innovation fortsetzen möchte. Unter der Überschrift "Unsere Menschlichkeit darf nicht abhandenkommen" gibt Katrin Warnatzsch Einblicke in alltägliche Erfahrungen in der Begleitung von jungen Männern, die aus Afghanistan geflüchtet sind. Was Klaus Pfisterer, Thomas Gebauer und Karen Hinrichs bei unserer Tagung "We shall overcome!" im Oktober mit ihren Vorträgen vermittelt und auf welch intensive Weise sie uns an ihrem Leben teilhaben ließen, war für uns sehr anregend, bewegend und ermutigen. In diesem Rundbrief berichtet Axel Pfaff-Schneider ausführlich darüber. Außerdem finden sich Nachrichten zur Ökumenischen FriedensDekade und zur Mitgliederversammlung des Vereins sowie über eine neue Publikation "Sankt Martin: 'Es ist mir erlaubt zu kämpfen'". Mehr >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013943.html

Appell zu nuklearer Abrüstung an Ministerinnen Baerbock und Lambrecht

Die Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" hat in Offenen Briefen an die neuen Ministerinnen im Verteidigungsministerium und Auswärtigem Amt appelliert, Forderungen zur nuklearen Abrüstung umzusetzen, die über die Inhalte des Koalitionsvertrages hinausreichen.
Gefordert werden die Beendigung der nuklearen Teilhabe in der NATO und der Abzug der Atombomben aus Büchel. Deshalb dürften auch keine neuen Atombomber angeschafft werden. Stattdessen solle Deutschland über den Beobachterstatus hinaus dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten. Nur eine solche Politik würde den Verpflichtungen Deutschlands aus dem Nichtverbreitungsvertrag gerecht und entspräche dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes von 1996, dem gemäß Bereithaltung und Einsatz von Atomwaffen generell völkerrechtswidrig sind. Mehr >> https://ogy.de/jpql

Zum 100. Geburtstag des Wehrmachtsdeserteurs Ludwig Baumann

Am 13. Dezember 2021 wäre Ludwig Baumann, Deserteur des Zweiten Weltkriegs, 100 Jahre geworden. Aus diesem Anlass wurde sein Engagement in verschiedenen Veranstaltungen und Zeitungsartikeln gewürdigt.

Ludwig Baumann war 1942 gemeinsam mit seinem Kameraden Kurt Oldenburg aus der Wehrmacht desertiert. Sie wollten sich nicht länger an Kriegsverbrechen beteiligen. Es folgte die Gefangennahme, Verurteilung zum Tode, monatelange Haft in einer Todeszelle und schließlich KZ-Haft und "Bewährung" im Strafbataillon. Kurt Oldenburg überlebte nicht. Ludwig Baumann musste nach dem Krieg erleben, dass seine Desertion und sein Einsatz gegen Kriegsverbrechen nicht honoriert wurde. Ganz im Gegenteil: Deserteure wurden als Vaterlandsverräter gebrandmarkt.
Mit dem Einsatz für ein Deserteurdenkmal in Bremen-Vegesack hatte 1986 sein leidenschaftliches Engagement begonnen, die bis dahin verfemten Opfer der NS-Militärjustiz gesetzlich anzuerkennen und zu rehabilitieren.
1990 wurde der von der Nazi-Justiz zum Tode verurteilte Wehrmachtdeserteur zum Vorsitzenden und Sprecher der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz gewählt. Nicht zuletzt sein stets authentisches Wirken trug wesentlich dazu bei, dass zwar spät und mühsam in drei Schritten, aber dennoch zu Lebzeiten weniger überlebender Betroffener die überfällige gesetzliche Anerkennung und Rehabilitierung der Opfer der NS-Militärjustiz zustande gekommen ist: Auf der Grundlage des Gesetzes zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege (NS-AufhG) von 1998 wurden mit Ergänzungsgesetzen 2002 auch die wegen Fahnenflucht und zuletzt 2009 die wegen ‚Kriegsverrats‘ verurteilten Opfer der Wehrmachtjustiz rehabilitiert. An diese Formen der Widerständigkeit gegen Krieg und Gewalt zu erinnern, bleibt dauerhaft eine zivilgesellschaftliche und erinnerungspolitische Aufgabe.

Hier findet sich eine Zusammenstellung von Informationen zu Veranstaltungen und Artikel anlässlich Ludwig Baumanns 100. Geburtstag. >> http://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Vera2021/In-Memoriam-Ludwig-Baumann-ex-post20211214.pdf

Siehe ebenfalls: Website der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz >> http://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/

NEU! Friedenspädagogik/ Peace Education (Master of Arts)

Die Evangelische Hochschule Freiburg hat mit ihrem Friedensinstitut den neuen konsekutiven und praxisorientierten Master Friedenspädagogik / Peace Education als 3-semestrigen Vollzeit-Studiengang (90 CP) entwickelt. Er startet im März 2022.
Mit diesem Studiengang betritt die EH Freiburg Neuland: Der Master Friedenspädagogik/ Peace Education (akkreditiert bis 2030) ist der erste friedenswissenschaftliche Studiengang in Deutschland mit dezidiert pädagogischem Schwerpunkt.
Das Masterstudium umfasst praxisorientierte Forschung und Lehre. Dadurch wird die Friedenspädagogik als wissenschaftlich fundiertes Studienfach etabliert. Die an der Hochschule vorhandenen Expertisen zum Beispiel zu Sozialer Arbeit, Politik, Psychologie, Pädagogik, Theologie und Religionswissenschaften werden in die Lehre eingebracht. Nationale und internationale Fachdiskurse, etwa zur Überwindung von Ideologien der Ungleichheit, z.B. Antisemitismus, Rassismus, Ageismus, Sexismus, oder zur Global Citizenship Education werden einbezogen.
Der Studiengang hat eine internationale Ausrichtung: Denn die Themen der Peace Studies sind nur in weltgesellschaftlicher Perspektive und mit der Kenntnis internationaler Forschung zu erschließen. Forscher*innen aus dem Ausland lehren als Gastdozierende. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Bernd Harbeck-Pingel und Karen Hinrichs. Mehr >> https://www.eh-freiburg.de/ma-friedenspaedagogik-peace-education/

"Deutscher Friedenssong Wettbewerb"

Der "Deutsche Friedenssong-Wettbewerb" soll die Erstellung und Verbreitung von neuen Friedensliedern bzw. Antikriegsliedern fördern, um über das Medium Musik die Botschaft für einen echten Frieden, der Absage von Gewalt als Mittel der Politik, voranzubringen. Der Musikwettbewerb wurde erstmals 2012 durchgeführt und wird im Dreijahresrhythmus wiederholt. Er umfasst die gesamte Bandbreite der populären Musik, wie Alternative, Blues, Folk, Liedermacher, Pop, Reggae, Rock, Schlager, Soul etc.. Mit weit über 100 Kandidatinnen und Kandidaten pro Wettbewerb zählt er zu den großen Events dieses Genres. Auf einem Abschlusskonzert Ende September im Großraum Köln-Bonn werden Preisgelder von über 5.ooo€ von einer über 10-köpfigen, bekannten Jury ausgelobt. Schirmherr ist Konstantin Wecker.
Nähere Infos >>  https://friedensmusik.de/

Buch-Neuerscheinung: Eugen Drewermann: Wege zum Frieden

Die vielbeachtete Rede Eugen Drewermanns zum 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion mit der sich anschließenden Diskussion liegt nun als Buch vor. In seinem Vortrag am 22. Juni 2021 in der Überwasserkirche Münster, durchgeführt von pax christi und der DFG/VK Münster, hatte Drewermann nicht nur die damaligen Ereignisse in Erinnerung gerufen, sondern auch dargelegt, warum es immer noch keinen Frieden mit Russland gibt und was dafür getan werden müsste.
Eine der wichtigsten Reden, die in diesem Jahr gehalten wurden, vielleicht sogar die wichtigste überhaupt, denn der Friede ist das Wichtigste. Mehr >> https://gerhard-schepper.de/?product=eugen-drewermann-wege-zum-frieden

Ein Video mit Eugen Drewermanns Rede vom 22. Juni 2021 kann auf dieser Seite heruntergeladen werden >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013709.html


Veranstaltungstermine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen


Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 25.10.2018). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

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