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Lebenshaus-Newsletter

19. Januar 2022
Liebe Freundinnen und Freunde,
 
an den Beginn des ersten Lebenshaus-Newsletters in diesem Jahr möchte ich einen Auszug aus Bertolt Brechts Gedicht "Lob des Zweifels" aus dem Jahr 1938 stellen. Brecht verfolgt mit diesen Gedicht das Ziel, Menschen von der Wichtigkeit des Zweifelns im Leben zu überzeugen. Ganz grundsätzlich gesagt, ist Zweifeln sicherlich etwas, was es auch im Jahr 2022 unbedingt braucht.

 

"Lob des Zweifels"


Den Unbedenklichen, die niemals zweifeln
Begegnen die Bedenklichen, die niemals handeln.
Sie zweifeln nicht, um zur Entscheidung zu kommen, sondern
Um der Entscheidung auszuweichen. Ihre Köpfe
Benützen sie nur zum Schütteln. Mit besorgter Miene
Warnen sie die Insassen sinkender Schiffe vor dem Wasser.
Unter der Axt des Mörders
Fragen sie sich, ob er nicht auch ein Mensch ist.
Mit der gemurmelten Bemerkung
Daß die Sache noch nicht durchforscht ist, steigen sie ins Bett.
Ihre Tätigkeit besteht in Schwanken.
Ihr Lieblingswort ist: nicht spruchreif.

Freilich, wenn ihr den Zweifel lobt
So lobt nicht
Das Zweifeln, das ein Verzweifeln ist!

Was hilft zweifeln können dem
Der nicht sich entschließen kann!
Falsch mag handeln
Der sich mit zu wenigen Gründen begnügt
Aber untätig bleibt in der Gefahr
Der zu viele braucht.

Du, der du ein Führer bist, vergiß nicht
Daß du es bist, weil du an Führern gezweifelt hast!
So gestatte den Geführten
Zu zweifeln!

Bertolt Brecht,
Auszug aus dem Gedicht "Lob des Zweifels" (1938)
 
Von Zeit zu Zeit beklagen sich einzelne Menschen, dass in unserem Newsletter zu viele Artikel enthalten seien, um diese alle lesen zu können. Dazu möchte ich anmerken, dass dies ein Angebot ist und ich gehe davon aus, dass jede und jeder natürlich selber auswählt, ob überhaupt etwas davon gelesen wird und ggf. was. Eine Tageszeitung wird auch kaum jemand von vorne bis hinten lückenlos lesen. Da in unserem Newsletter zumindest in der Rubrik "Artikel" nur auf solche verwiesen wird, die in den Tagen bzw. Wochen zuvor bereits auf unserer Website veröffentlicht wurden (https://www.lebenshaus-alb.de/), könnte es ja auch sinnvoll sein, dort regelmäßig vorbeizuschauen. Dann kommt es nicht zu einer zu großen Fülle auf einmal.

Ganz herzlich beanken möchte ich mich für das große Interesse an der Arbeit von Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. und all die tatkräftige Unterstützung im zurückliegenden Jahr! Ohne Spenden und Mitgliedsbeiträge könnten wir uns nicht in der Form engagieren, wie uns dies bisher ermöglicht wird. Diese große Solidarität lässt uns auch zuversichtlich darauf blicken, dass wir unsere Aktivitäten 2022 jedenfalls nicht etwa aus finanziellen Gründen einschränken müssten, sondern mindestens im derzeitige Umfang fortführen können. Dafür sagen wir ganz herzlichen Dank!

Wir hoffen, dass im Jahr 2022 sehr viele Menschen mit uns an der Hoffnung festhalten werden, dass eine andere Welt möglich ist. Um uns dafür tatkräftig einsetzen zu können, sind wir weiter auf die entsprechende Solidarität angewiesen.

Herzliche Grüße
Ihr / Euer
Michael Schmid

PS: Der Newsletter darf gerne an andere Menschen weitergeleitet werden!
Artikel

Jochen Stay ist tot

Der langjährige Anti-Atom-Aktivist Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und Vorstandsmitglied der von .ausgestrahlt initiierten Stiftung Atomerbe, ist tot. Jochen Stay, geboren 1965 in Mannheim, war in den 1980ern zunächst an gewaltfreien Blockaden des Pershing-Depots in Mutlangen beteiligt. Über die Auseinandersetzung um die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf stieß er Mitte der 1980er-Jahre zur Anti-Atom-Bewegung. Ab Mitte der 1990er-Jahre organisierte er mit der Kampagne "X-tausendmal quer" öffentlich angekündigte, gewaltfreie Sitzblockaden gegen Castor-Transporte, an denen sich Tausende beteiligten. 2008 gründete er mit einer Handvoll Mitstreiter*innen die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013986.html

AKW-Aus: Großer Erfolg für Anti-Atom-Bewegung

An Silvester gehen die Atomkraftwerke Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen-C vom Netz. Danach laufen in Deutschland noch die drei Leistungsreaktoren Lingen (Emsland), Neckarwestheim-2 und Isar-2, die laut Atomgesetz spätestens Ende 2022 abgeschaltet werden müssen. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Der 31. Dezember ist in diesem Jahr für Atomkraftgegner*innen in ganz Deutschland ein Festtag. Wofür sich Hunderttausende über Jahrzehnte eingesetzt haben, wird an drei AKW-Standorten Wirklichkeit. Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen waren schon während des Baus umstritten und umkämpft. Dass diese Kraftwerke überhaupt ihren Betrieb aufnahmen, war eine Niederlage für die Anti-Atom-Bewegung. Jetzt endlich zahlt sich der lange Atem der Aktiven aus." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013958.html

Atomkraftgegner*innen feiern Brokdorf-Aus

Atomkraftgegner*innen haben in der Nacht auf den 31. Dezember 2021 mit einer Projektionsaktion auf die Reaktorkuppel ihrer Freude über das Aus des AKW Brokdorf Ausdruck verliehen. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Hunderttausende haben über Jahrzehnte gegen den Bau und Betrieb des AKW Brokdorf demonstriert. Der kleine Ort an der Unterelbe wurde zu einem Symbol für die Auseinandersetzung um die Atomenergie in Deutschland. Mit dem heutigen Tag endet endlich der Betrieb des Reaktors. Uns erfüllt das mit Genugtuung und Freude. Der Einsatz hat sich gelohnt. Der Erfolg gehört allen, die sich für dieses Ziel gemeinsam engagiert haben, ob bei den Großdemonstrationen in den 1970er und 1980er Jahren, ob bei Blockadeaktionen wie in den 1980er, 1990er und 10er Jahren, ob bei der 120 km langen Menschenkette 2010, den monatlichen Mahnwachen oder den unzähligen anderen großen und kleinen Aktionen." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013964.html

EU-Taxonomie: Grüne und SPD vergießen Krokodilstränen

Zur Kritik am Entwurf der EU-Taxonomie für nachhaltige Investments aus den deutschen Regierungsparteien erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Die Ampel-Koalition ist mitverantwortlich dafür, dass Atom und fossiles Gas als nachhaltig deklariert werden und damit dem Klimaschutz schwerer Schaden zugefügt wird. Aus dem Entwurf des Koalitionsvertrages wurde folgender Satz kurz vor Abschluss der Verhandlungen gestrichen: ‚Die deutsche Regierung wird sich gegen die Einbeziehung von Atomkraft und Gas als nachhaltige Technologien einsetzen.' Damit hatte Olaf Scholz freie Hand, sich auf EU-Ebene für die Aufnahme von Gas in die Taxonomie einzusetzen und dafür im Deal mit Frankreich Atomenergie zu akzeptieren." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013969.html

EU-Taxonomie: Über 220.000 gegen grünes Atom- und Gas-Label

Über 220.000 Bürger*innen haben innerhalb von nur vier Tagen den Eil-Appell “Nein zu Atom und Gas” unterschrieben. Sie sprechen sich damit gegen die Pläne der EU-Kommission aus, Atomenergie und Erdgas in die Liste der nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten aufzunehmen. Die Bündnispartner BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Bürgerbewegung Finanzwende, Greenpeace, IPPNW, NABU, Umweltinstitut München und Uranium Network verwiesen am Dienstagmorgen mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt auf das eindrucksvolle Votum. Sie dringen darauf, dass die Ampel-Regierung nicht nur im Ministerrat die EU-Pläne ablehnt, sondern auch notfalls gegen sie vor den Europäischen Gerichtshof zieht. Der Appell kann weiterhin hier unterzeichnet werden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013980.html

Eugen Drewermann: Aufeinander zugehen in Zeiten der Spaltung

Die Spaltung, die sich bedrohlich durch unsere Gesellschaft zieht und bis in die engsten Familienkreise tiefe Spuren hinterlässt, nimmt immer gravierendere Formen an. Menschen werden kategorisiert als "geimpft" und "ungeimpft" – und dabei medial nicht selten gleichgesetzt mit "richtig" und "falsch". Die Diskriminierung, die damit gerechtfertigt und vorangetrieben wird, hat inzwischen Ausmaße angenommen, wie wir sie uns vor wenigen Monaten nicht hätten ausmalen können oder wollen. In diesen kritischen Zeiten der Isolation, Frustration und gegenseitigen Schuldzuweisung möchten wir für ein Miteinander, ein Aufeinanderzugehen und einen wertschätzenden Dialog plädieren. Als Appell an ebendieses Miteinander dürfen wir diese Neujahrsansprache des tiefgründigen Theologen und Psychoanalytikers Dr. Eugen Drewermann mit Ihnen teilen. (Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V.). >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013978.html

"Grundrechte und Demokratie in Zeiten von Corona" mit Dr. Rolf Gössner

Sind die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angeordneten Freiheitsbeschränkungen mit dem Grundgesetz vereinbar, also: geeignet, erforderlich und angemessen? Welchem Verfassungsorgan obliegt in einer Demokratie die Entscheidung über solch gravierende Grundrechtseingriffe? Geraten Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaat angesichts der Corona-Abwehrpolitik in Gefahr? "Die offene Gesellschaft erwürgen, um sie zu retten": Wird dies die "neue Normalität der Krisenbewältigung"? Auf diese und andere Fragen bietet Rolf Gössner Antworten und bürgerrechtliche Orientierung für eine offene, kritische und kontroverse Debatte, wie sie gerade auch in Zeiten großer Unsicherheit und Gefahren dringend geboten ist. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013967.html

Geistige Pandemien

Es geht in diesem Text nicht um die Covid-19-Pandemie - eine körperliche Seuche -, sondern um ähnliche Phänomene in unseren Köpfen und Herzen, um sozusagen geistige Pandemien. Vielleicht können wir dabei von den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie lernen. Überlegungen von Gerhard Breidenstein. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013985.html

Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit: Die Reichsten verdoppeln ihr Vermögen – während über 160 Millionen zusätzlich in Armut leben

Während der Covid-19-Pandemie konnten die zehn reichsten Milliardäre ihr Gesamtvermögen verdoppeln, auf insgesamt 1,5 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig leben über 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut. Ungleichheit ist zudem eine Frage von Leben und Tod: Jedes Jahr sterben Millionen Menschen, etwa weil sie keine adäquate medizinische Versorgung bekommen. Das zeigt der Bericht "Inequality kills", den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich der virtuellen "Davos Agenda" des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht. Oxfam fordert von den Regierungen weltweit, Konzerne und Superreiche zur Finanzierung sozialer Grunddienste stärker zu besteuern, für globale Impfgerechtigkeit zu sorgen und die Wirtschaft am Gemeinwohl auszurichten. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013987.html

Leonardo Boff: Das "stahlharte Gehäuse” des Kapitals

Im Rahmen der Quantenperspektive der neuen Kosmologie kann das Unerwartete eintreten: Das derzeitige Leiden aufgrund der Systemkrise wird nicht umsonst sein; es sammelt gutartige Energien an, die einen Sprung zu einer anderen, höheren Ordnung machen werden. Wir befinden uns immer noch im Jahr 2021, einem Jahr, das nicht zu Ende ging, weil Covid-19 die Zählung der Zeit aufgehoben hat, indem es sein tödliches Werk fortsetzte. Das Jahr 2022 konnte vorerst nicht eingeläutet werden. Tatsache ist, dass das Virus alle Mächte, vor allem die militaristischen, in die Knie gezwungen hat, da ihr Arsenal des Todes völlig wirkungslos geworden ist. Die Genialität des Kapitalismus in Bezug auf die Pandemie hat die transnationalisierte Kapitalistenklasse jedoch dazu veranlasst, sich durch den Großen Reset neu zu strukturieren und die neue digitale Wirtschaft durch die Integration der Giganten zu erweitern. Von Leonardo Boff. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013984.html

Wie wir aus der Krise herauskommen

Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Von Urs P. Gasche. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013970.html

Albert Einstein: Mehr Verantwortungsgefühl für die Mitmenschen!

Sechs Jahre vor seinem Tod wünschte sich der berühmteste Wissenschaftler aller Zeiten mehr Sozialismus. Auch heute hochaktuell. Von Christian Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013963.html

Zum Tod von Desmond Tutu

Mit dem Tod des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Erzbischof em. Desmond Tutu verliert die Welt eine unbestechliche Stimme für Gerechtigkeit, Wahrheit und Gewaltlosigkeit im Kampf um die universalen Menschenrechte. Vielfache Würdigungen nennen ihn "das Gewissen Südafrikas" und beschränken den Rückblick auf seine Beteiligung am Sturz des Apartheidregimes dort, auf dessen Aufarbeitung und seine Kritik an den neuen Machthabern. Aber Tutu hat sich für unterdrückte Menschen weltweit eingesetzt und den Finger auch auf Gewalt- und Apartheidverhältnisse anderswo gelegt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013965.html

"Israelbezogener Antisemitismus"

Anstatt Juden gegen Antisemitismus zu verteidigen, verwenden die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und die deutsche Regierung den Begriff "israelbezogener Antisemitismus". Dieser basiert auf der irrigen Annahme, dass der Staat Israel das jüdische Volk vertritt. Damit wird dieser Begriff für die israelische Regierung zum willkommenen Schutzschild gegen Kritik an ihrer völkerrechtswidrigen Politik. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013977.html

Offener Brief an die Friedensbewegung: Gemeinsame Sicherheit mit dem Atomwaffenverbot zusammendenken

Das Afghanistan-Desaster stellte für die USA und auch für die Nato eine Zäsur dar, es hat (trotz der neuen Einigkeit über den Umgang mit Russland im Ukraine-Konflikt) einen tiefen Riss innerhalb der Nato hinterlassen) und vor allem die USA spürbar geschwächt. Das Vorpreschen Russlands, jetzt erstaunlich selbstbewusst, Garantien gegen die Nato-Osterweiterung zu verlangen und die Unbekümmertheit Chinas, das eigene Projekt der "Wiedervereinigung des Vaterlandes" zielstrebig durchziehen zu wollen, sind unbestreitbare Belege für die globale Machtverschiebung zu Ungunsten der Nato. Es wäre allerdings verhängnisvoll, daraus falsche Schlüsse zu ziehen. Die Nato ist ebenso weit entfernt von einem Zusammenbruch, wie die USA von der Bereitschaft zur nuklearen Abrüstung.  Von Mohssen Massarrat. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013976.html

Raissa: Die Welt ahnt nicht, was sie dieser Frau verdankt!

Am 5. Januar wäre Raissa Maximowna Gorbatschowa 90 Jahre alt geworden. Die Bedeutung der Philosophieprofessorin wird unterschätzt. Von Leo Ensel. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013973.html

Konferenz zur atomaren Abrüstung: Die Weltuntergangsuhr tickt

Die fünf Atommächte haben sich darauf geeinigt, eine weitere Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Doch die gemeinsame Erklärung ist eine Farce. Von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013971.html

Vor Konferenz zur atomaren Abrüstung: Leere Versprechen

Die Erklärung der fünf offiziellen Atomwaffenstaaten, eine Welt ohne Atomwaffen zu erreichen, ist irreführend. Das Gegenteil passiert. Kommentar von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013972.html

Friedensnobelpreisträgerorganisation fordert beidseitiges Entgegenkommen

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW sieht die sich zuspitzende Spannung zwischen Russland und der NATO mit größter Sorge. Nach den gescheiterten Gesprächen der Woche warnte die Organisation vor einer Eskalation des Konflikts. Gegenseitige Drohungen, fehlendes Entgegenkommen und weitere Schritte der Aufrüstung befeuerten die Krise. Beide Seiten müssten jetzt konkrete Schritte unternehmen, um die Lage zu deeskalieren. Nur so ließe sich verlorengegangenes Vertrauen wiederaufbauen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013982.html

AGDF: Restriktive Regelungen für deutsche Rüstungsexporte notwendig

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hält angesichts der nach wie vor erschreckend hohen Zahl an deutschen Rüstungsexporten restriktivere Regelungen und stärkere Kontrollen für notwendig. "Noch nie wurden innerhalb eines Jahres so viele Rüstungsexporte aus Deutschland genehmigt wie im vergangenen Jahr", kritisiert Jan Gildemeister. Insgesamt lag der Wert der ausgeführten deutschen Rüstungsgüter im vergangenen Jahr bei mehr als neun Millionen Euro. "Es ist bekannt, dass Rüstungsexporte die gewalttätige Austragung von Konflikten verschärfen und befeuern. Der Krieg im Jemen ist ein Beispiel dafür. Rüstungsexporte in Krisenregionen müssen generell verboten, andere an strenge Kriterien gebunden und stärker kontrolliert werden", so der AGDF-Geschäftsführer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013983.html

"Die Sanktionen gegen Afghanistan sind Völkermord in Zeitlupe"

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: 4,7 Millionen Menschen in Afghanistan leiden mittlerweile an schwerer Unterernährung, davon 3,9 Millionen Kinder. 131.000 Kindern droht ohne zusätzliche Hilfe der Hungertod. Das UN-Nothilfebüro OCHA veranschlagt die Hilfskosten für Afghanistan und die Nachbarländer mit afghanischen Flüchtlingen auf 4,5 Milliarden Euro. "Die Menschen verkaufen alles, was sie haben, auch ihre Kinder, nur um etwas zum Essen zu bekommen", beklagt Prof. Dr. Zaher Wahab. Im Gespräch mit Rüdiger Göbel fordert der Experte für die politische Geschichte Afghanistans die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und rechnet schonungslos mit 20 Jahren Afghanistan-Krieg der USA und ihrer "Koalition der Willigen" sowie dem von ihnen eingesetzten "Marionettenregime" in Kabul ab: "Einige wenige wurden obszön reich, die große Mehrheit verarmte. Alles war erlaubt, nichts war wichtig." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013981.html

Hinweise

Aktionsmonat gegen Bewaffnung von Drohnen

Die Drohnen-Kampagne ruft bundesweit zu einem Aktionsmonat Januar 2022 auf, um die Erfolgschancen eines Antrags gegen die im Koalitionsvertrag beschlossene Bewaffnung von Drohnen zu erhöhen. Der Antrag wird im Rahmen der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen Ende Januar behandelt. Mehr erfahren >> https://ogy.de/zp1y

Hexenjagd-Jubiläum - 50 Jahre Berufsverbote

Ein böses, ein giftiges Wort hat Jubiläum: das Wort "Berufsverbot"; es wird fünfzig Jahre alt. Es ist ein Wort, bei dem ein aufrechter Demokrat Pickel, Ausschlag und Krätze kriegt. Mit Berufsverboten ist vor Jahrzehnten eine ganze Generation junger Menschen traktiert worden. Sie durften nicht Lehrer, Lokführer oder Postbote werden, weil sie irgendwann bei irgendeiner angeblich anrüchigen Demonstration, etwa gegen den Vietnam-Krieg, dabei gewesen waren. Grundlage für das Berufsverbot war der Radikalenerlass vom 28. Januar 1972. Kommentar von Heribert Prantl. Weiterlesen >> https://ogy.de/cobb

Umfassende Informationen zum "Radikalenerlass" und den Berufsverboten einschließlich dem aktuellen Aufruf "50 Jahre Berufsverbote – Demokratische Grundrechte verteidigen!“ assen hier finden >> http://berufsverbote.de/

Stuttgarter FriedensPreis 2022 ausgeschrieben

Die Anstifter e.V. schreiben den Stuttgarter FriedensPreis 2022 aus. Der mit 5000 € dotierten Stuttgarter FriedensPreis zeichnet Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit, Zivilcourage und Solidarität einsetzen.
Zum Stuttgarter FriedensPreis gehört seit 2021 auch der mit 2.500 € dotierte "JugendPreis der AnStifter" für realisierte Projekte, Initiativen und Leistungen junger Menschen, die in der Regel nicht älter als 26 Jahre sind und deren Projekte sich an den Kriterien des FriedensPreises orientieren. Ausdrücklich gewünscht sind Gemeinschafts- und Kooperationsprojekte, z.B. von Jugendgruppen, Schulklassen, Studierenden.
Vorschläge zum Stuttgarter FriedensPreis und JugendPreis können bis zum 31. März eingereicht werden. Vorschläge können alle machen – ob AnStifterIn oder nicht. Wir hoffen auf viele neue Ideen und Vorschläge. Detaillierte Informationen zum Verfahren finden Sie unter >> https://stuttgarter-friedenspreis.de/uber-den-friedenspreis/

Erster Jahrestag des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrages

Aktionstag für den Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) am 22. Januar 2022

Atomwaffen sind immer noch eine der größten und akutesten Bedrohungen für die Menschheit. Deutschland trägt durch die Stationierung von NATO-Atomwaffen in Büchel, Rheinland-Pfalz, dazu bei. Das Verteidigungsministerium plant derzeit den Kauf neuer Atomwaffen-Trägersysteme, um technisch aufgerüstete Atomwaffen in Büchel stationieren zu können.
Der von der Mehrheit der Staatengemeinschaft 2017 bei den Vereinten Nationen beschlossene AVV gibt Hoffnung. Seit seinem Zustandekommen haben sich immer mehr Staaten dem Vertrag angeschlossen.

Anlässlich des ersten Jahrestags des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) am 22.01. gibt es einen landesweiten Aktionstag unter dem Motto „Licht im Dunkeln“, um die Bundesregierung dazu aufzufordern dem AVV beizutreten. Aus vielen mitgebrachten Kerzen werden große Peace-Zeichen gestellt. Hilf mit, ein Peace-Zeichen aus Kerzen aufleuchten zu lassen, um im Dunkeln des Wettrüstens einen Funken der Hoffnung zu entzünden! Mehr >> https://www.friedenskooperative.de/jahrestag-atomwaffenverbot-2022

Neues Video: Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei suchen Schutz in Deutschland

Die Türkei ist das einzige Land des Europarates, das die Kriegsdienstverweigerung nicht akzeptiert. Verweigerer sind dort der Rekrutierung zum Militär und Kriegseinsatz sowie der Strafverfolgung ausgesetzt. Letztlich werden sie dazu gezwungen, über Jahrzehnte ein Leben im Geheimen zu führen. Onur Erden und Beran Mehmet İşçi haben sich daher entschieden, nach Deutschland zu fliehen. Sie haben hier politisches Asyl beantragt. Das Bundesamt für Migration jedoch lehnte beide Anträge ab. In unserer Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte berichteten sie über ihre Motivation zur Kriegsdienstverweigerung und ihre Situation in der Türkei und Deutschland. Ergänzt wurde dies zum einen durch Hintergrundinformationen von Rudi Friedrich von Connection e.V. zu Kriegsdienstverweigerung in der Türkei und Asyl für Verweigerer. Zum anderen schilderte der Landtagsabgeordnete der Grünen Bayern, Cemal Bozoğlu, mehr zur aktuellen politischen Situation in der Türkei.
Moderation: Stephan Dünnwald, Bellevue di Monaco
Eine Veranstaltung, aufgezeichnet am 10. Dezember 2021 in Bellevue di Monaco (München), 115 min. Link zum Video >>  https://youtu.be/-U-P9CxDCv4

Weiterbildung zur Fachkraft für Friedensarbeit Okt. 2022 – Feb. 2024

In der berufsbegleitenden Weiterbildung für Konfliktbearbeitung und gewaltfreies Handeln „Frieden Leben Lernen“ von gewaltfrei handeln e.V. werden Sie zur Fachkraft für Friedensarbeit ausgebildet. Die Weiterbildung befähigt Sie darin, Konflikte und ihre Ursachen im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld besser zu verstehen und zu bearbeiten. Sie entwickeln Ihren eigenen, konstruktiven Zugang sowohl zu den eigenen Bedürfnissen als auch zu denen der anderen Konfliktparteien. Mehr erfahren  >> https://ogy.de/3yg0

Carl-von-Ossietzky-Medaille für Otfried Nassauer

Die Internationale Liga für Menschenrechte hat Otfried Nassauer, der am 1. Oktober 2020 verstarb, mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet. Diese nahmen seine Angehörigen bei einem Festakt im Berliner Grips-Theater entgegen.
Die Vorträge, die beim Festakt gehalten wurden, würdigten sein Lebenswerk in umfassender Weise und behandelten auch Vorschläge zur Abrüstung und Entschärfung aktueller Krisen und Konflikte. Es war ein Gedenken in einem sehr würdigen und festlichen Rahmen, den Martina Fischer in einem Blogbeitrag festgehalten hat. Mehr erfahren >> https://www.brot-fuer-die-welt.de/blog/2021-carl-von-ossietzky-medaille-fuer-otfried-nassauer/

Artikelsammlung von und über Otfried Nassauer auf der Lebenshaus-Website >> https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Otfried%20Nassauer&blog_id=1

Online-Petition für eine weltweite Friedensdividende

Im Dezember 2021 unterzeichneten über fünfzig Nobelpreisträger*innen und Präsident*innen wissenschaftlicher Gesellschaften einen Appell für eine „globale Friedensdividende“. Als Bilanz des sich beschleunigenden weltweiten Rüstungswettlaufs fordern sie, dass alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen eine gemeinsame Reduzierung ihrer jährlichen Militärausgaben um 2% aushandeln sollten. Der Appell kann online mitunterzeichnet werden. Mehr erfahren >> https://ogy.de/1mqd


Veranstaltungstermine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen


Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 25.10.2018). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

Spendenkonto: 
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bank: GLS Bank eG
IBAN: DE36 4306 0967 8023 3348 00
BIC:   GENODEM1GLS

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