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Lebenshaus-Newsletter

22. Oktober 2023
Liebe Freundinnen und Freunde,

heute vor 40 Jahren, am 22. Oktober 1983, fand die aufsehenerregende Menschenkette gegen Atomwaffen über 108 Kilometer zwischen Stuttgart und Neu-Ulm statt, an der rund 400.000 Menschen teilnahmen. Den 40. Jahrestag nehme ich zum Anlass, nochmals an diese riesige "Volksversammlung für den Frieden" zu erinnern (siehe Artikel: "Vor 40 Jahren: Die Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm 1983").

Es gibt aktuell weltweit viele Kriege. Nur wenige davon gelangen überhaupt in unseren Fokus. In den vergangenen zwei Wochen richtete sich der Blick vor allem auf die schreckliche Gewalt in Israel und Palästina, wo es wieder sehr viele Tote gibt. Auf unserer Website wurden zahlreiche Texte zum aktuellen Geschehen im Nahen Osten veröffentlicht, allesamt geschrieben ohne Rücksicht auf irgendeine Staatsräson. 

Zunächst folgen hier ein paar Sätze des vor fünf Jahren leider verstorbenen israelischen Friedensaktivisten Uri Avnery, die mir gerade jetzt wieder besonders bedenkenswert erscheinen.
 
Ich bin optimistisch im Sinne,
dass ich darauf gefasst bin,
dass sehr schlimme Sachen
passieren werden.
Warum bin ich optimistisch?
Wenn das Allerschlimmste
passiert... was dann?
Wird sich irgendwas an der Lage,
an den Grundelementen
der Lage ändern?
Am nächsten Tag werden wir wieder
vor dem selben Problem stehen,
dass wir zwei Völker in
diesem Lande haben,
und zwei Völker in Jerusalem haben.
Und dass es überhaupt keine
andere Alternative gibt,
als zwischen diesen beiden
Völkern Frieden zu machen.

Uri Avnery (*10 September 1923 in Beckum; †20. August 2018 in Tel Aviv)

Auf der Lebenshaus-Website befinden sich rund 750 Artikel von Uri Avnery. Siehe hier >> https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Uri%20Avnery&blog_id=1
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Herzliche Grüße
Ihr / Euer
Michael Schmid

Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Webseiten dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorinnen und Autoren und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Artikel

Vor 40 Jahren: Die Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm 1983

Am 12.12.1979 hatte die NATO einen "Doppelbeschluss" gefasst. Sie kündigte die Stationierung der neuen atomaren Mittelstreckenwaffen Pershing II und Cruise Missiles für Ende 1983 als "Nachrüstung" an, wenn zuvor Verhandlungen über einen Abbau von sowjetischen atomaren Mittelstreckenwaffen scheitern sollten. Dieser NATO-Beschluss hatte unmittelbar eine bisher nicht dagewesene Mobilisierung der Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland und in Westeuropa ausgelöst. In der "Nachrüstung" wurde aufgrund völlig neuer Qualitäten der Atomwaffen eine enorm sich steigernde Atomkriegsgefahr gesehen. Die aufsehenerregende Menschenkette über 108 Kilometer zwischen Stuttgart und Neu-Ulm, an der rund 400.000 Menschen teilnahmen, war eine sehr bedeutsame Aktion der damaligen Friedensbewegung. Der 40. Jahrestag am 22. Oktober 2023 ist Anlass, nochmals an diese riesige Volksversammlung zu erinnern. Von Michael Schmid. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014878.html

"Erinnern, Gedenken, Verantwortung übernehmen - die Häftlinge des KZ Heuberg vor 90 Jahren nicht vergessen!"

Der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb hat am 15. Oktober 2023 eine Gedenkveranstaltung in unmittelbarer Nähe des früheren Konzentrationslagers Heuberg durchgeführt. Dies wurde wenige Wochen, nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, als wohl erstes KZ in Deutschland am 20. März 1933 eingerichtet. Dort waren in wenigen Monaten seines Bestehens rund 3400 in erster Linie politische Oppositionelle inhaftiert wurden. Für sehr viele wurde das eine der ersten "Stationen zur Hölle" (Julius Schätzle). Wir dokumentieren nachfolgend die Rede, mit der Michael Schmid über das KZ Heuberg und die Bedeutung der frühen Konzentrationslager informiert. In einem zweiten Teil ging es um Verantwortung, die wir heute und in Zukunft über das Erinnern und Gedanken hinaus übernehmen sollten. In die Rede eingestreut wurden die vier Lieder der "Mauthausen-Kantate" durch das Aktionsorchester Lebenslaute Süd unter Leitung von Bernd Geisler. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014872.html

Nirit Sommerfeld: Blut und Tränen

jedes Wort zuviel
jeder Aufruf zu Vernunft sinnlos
alles vernichtet
alles
Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz Schmerz

Von Nirit Sommerfeld

>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014865.html

Israel kann nicht 2 Millionen Menschen in Gaza gefangen halten, ohne einen grausamen Preis dafür zu bezahlen.

Auch in Israel gibt es zum neu ausgebrochenen Krieg nicht nur eine Meinung. Gideon Levy beschreibt in der israelischen Zeitung "Haaretz" seit vielen Jahren die menschenverachtende Besatzungspolitik Israels. Hier sein Kommentar zum Angriff der Hamas-Kämpfer auf Israel. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014866.html

Die Abrechnung muss mit der Hamas erfolgen, nicht mit allen Menschen im Gaza-Streifen

Gideon Levy beschreibt, wie schwierig die Situation zurzeit in Israel ist, wie schwierig es im Moment auch für ihn ist, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Aber er hat den Mut, sich einzugestehen, dass er privilegiert ist. Er hat, was es zum Leben braucht. Die Menschen in Gaza haben nichts, kein Wasser, keine Nahrung, keinen elektrischen Strom, keine Medikamente - und sie sollen flüchten! Aber wohin? >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014870.html

"Mit amerikanischer und europäischer Unterstützung vernichtet Israel den Gazastreifen."

Israel steht kurz vor einer katastrophalen Bodeninvasion des Gazastreifens - oder wird sie bereits gestartet haben, wenn diese Kolumne erscheint. Die Invasion wird wahrscheinlich in einem Fiasko enden, wie es Israel und Gaza noch nie erlebt haben. Dagegen könnten die Bilder, die in den letzten Tagen aus dem Gazastreifen kamen, wie eine Werbeveranstaltung aussehen. Wir könnten es mit einem Massengemetzel zu tun haben. Von Gideon Levy. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014871.html

Stellungnahme des geschäftsführenden Vorstandes des deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes zur aktuellen Eskalation der Gewalt im Nahost-Konflikt

Der Nahost-Konflikt braucht endlich eine dauerhafte Lösung, welche das Lebensrecht aller zwischen Mittelmeer und Jordan lebenden Menschen achtet. Seit 1914 ist der Internationale Versöhnungsbund aktiv gegen Unrecht und Krieg und für Gerechtigkeit und Frieden. Darum unterstützen wir seit vielen Jahrzehnten Menschen in Israel und Palästina, die sich gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und die gleiche Würde aller Menschen einsetzen. Wir stehen weiterhin an der Seite derer, die trotz ihrer Trauer und Verzweiflung auch jetzt die Hoffnung auf eine Zukunft in gegenseitigem Respekt, Gerechtigkeit und Frieden nicht aufgegeben haben. Frieden im Nahostkonflikt wird die Frucht der Gerechtigkeit sein. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014876.html

Israel: 26 Friedens- und Menschenrechtsorganisationen für Gewaltverzicht

Wir, die Mitglieder der unterzeichnenden Menschenrechtsorganisationen in Israel, sind schockiert und entsetzt in diesen schrecklichen Tagen. Die schrecklichen Verbrechen der Hamas gegen unschuldige Zivilisten - darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen - haben uns alle erschüttert, und wir kämpfen darum, uns von den unerträglichen Anblicken und Geräuschen zu erholen. Einige von uns waren während des Angriffs in den israelischen Gemeinden an der Grenze zu Gaza; Viele von uns haben Familie, Freunde und Kollegen, die die erschütternden Ereignisse durchgemacht haben und immer noch erleben. Und wir alle kennen Menschen, die ermordet, verletzt oder entführt wurden. Es wird einige Zeit dauern, bis die Implikationen und Folgen des abscheulichen Angriffs der Hamas, für den es keine Rechtfertigung gibt, vollständig verstanden werden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014869.html

Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit: Stoppt sofort die Gewalt in Israel-Palästina

Jetzt, da der Krieg wieder in vollem Umfang nach Israel-Palästina zurückkehrt, wenden wir uns der Gründungserklärung der War Resisters' International (WRI) zu: "Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und mich für die Beseitigung aller Kriegsursachen einzusetzen." Krieg wird manches Mal mit Bomben und Kugeln geführt. Manches andere Mal wird er geführt, indem der Zugang zu den Ressourcen eingeschränkt wird, die es den Menschen ermöglichen würden, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und die Menschheit gedeihen zu lassen. Als Antimilitarist*innen können und werden wir immer sowohl die unmittelbare, vorsätzliche und organisierte Gewalt, die Schlagzeilen macht und die Welt schockiert, ablehnen und verurteilen, als auch gleichzeitig anerkennen, dass die Gewalt, die seit Samstag, dem 7. Oktober, in Israel-Palästina stattgefunden hat, in einem jahrzehntelangen, asymmetrischen und zermürbenden Konflikt wurzelt.  >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014867.html

Breaking the Silence: Israels Politik für den Gazastreifen und warum sie scheitert

Eine wichtige Erklärung der israelischen Veteranenorganisation Breaking the Silence zu den jüngsten Ereignissen. Die englische Version folgt unten. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014864.html

Trotz alledem: Stimmen für ein Ende der Gewalt und für Verständigung in Israel und Palästina

Seit 7. Oktober 2023 dringen militante Kämpfer der Hamas von Gaza aus in Israel ein. "Hunderte von Menschen wurden in ihren Häusern und bei einem Musikfestival massakriert, ganze Ortschaften wurden ausgelöscht", berichtet der israelische Kriegsdienstverweigerer Haggai Matar. Es ist ein unvorstellbares Grauen. Israel hat inzwischen rund 300.000 Reservist*innen mobilisiert und bereitet eine Bodenoffensive im Gazastreifen vor. Regierungsvertreter*innen rufen nach Rache. Schon jetzt sind durch die Bombardierungen der israelischen Armee tausende Palästinenser*innen getötet worden. Angesichts dieser Situation wollen wir Kriegsdienstverweigerern und Kriegsdienstverweigerinnen sowie weiteren kritischen Stimmen aus Israel mit Übersetzungen auch im deutschsprachigen Raum Gehör verschaffen. Von Connection e.V.  >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014877.html

Leonardo Boff: Die Apokalyptischen Reiter sind ausgebrochen: der Hamas-Israel-Krieg

In diesen Oktobertagen haben wir mit Erstaunen den Ausbruch des Krieges zwischen der Terrorgruppe Hamas in Palästina und dem Staat Israel, der überraschend angegriffen wurde, sowie die heftige Vergeltung des Staates Israel beobachtet. Angesichts der Gewalt, der auf beiden Seiten Hunderte von Menschen zum Opfer fielen, vor allem Unschuldige, scheint es, als sei das Pferd der Apokalypse, das Pferd des Vernichtungskrieges (Offb 9,13-19), ausgebrochen. Die Waffen, die Raketen, die Drohnen, die Panzer, die Bomber, die Kampfflugzeuge, die intelligenten Bomben und die Soldaten selbst, die zu kleinen Tötungsmaschinen gemacht wurden, sehen aus wie Figuren direkt aus dem Buch der Offenbarung. Von Leonardo Boff. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014873.html

"Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern ev. (BIP)" zum Krieg in Israel/Palästina

Die deutsche Außenministerin erklärte zum jüngsten Angriff der Hamas auf Ziele in Israel: "Hamas eskaliert die Gewalt. Ich verurteile die terroristischen Angriffe aus Gaza gegen Israel aufs Schärfste. Gewalt und Raketen gegen Unschuldige müssen sofort aufhören." "Israel hat unsere volle Solidarität und das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich gegen Terror zu verteidigen." BIP trauert um die Menschen, die bereits ihr Leben verloren haben. Gewalt, egal von welcher Seite, ist inakzeptabel. Jedes Leben ist wertvoll. Daher setzen wir uns weiterhin für eine Zukunft in Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit für alle Menschen in Israel und Palästina ein. BIP anerkennt das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich gegen Angriffe von außen zu verteidigen. Das Völkerrecht betont aber auch die Pflicht zur Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Daran hat es in der Vergangenheit gemangelt, und so wird es nach den israelischen Ankündigungen auch jetzt wieder zu befürchten sein. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014863.html

GENOZID oder: "Euch wird es nie gegeben haben!" - Die Schande von Berg-Karabach

Dreitausend Jahre armenische Besiedlungsgeschichte in der südkaukasischen Region Berg-Karabach (armenisch: Arzach) wurden an einem Tag brutalst beendet. Armeniens "Schutzmacht" Russland wechselte die Fronten, der werteorientierte Westen schaute zu und der Rest der Welt hatte wichtigere Sorgen. - Die Armenier aber sind von allen verraten und verlassen. Wie vor über hundert Jahren. Von Leo Ensel. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014860.html

Karabach: Einmal mehr siegt die nackte Gewalt!

Nach der gewollten Entvölkerung Berg-Karabachs durch Aserbaidschan bahnt sich im Südkaukasus ein neues Desaster an. Und die Welt schaut einfach zu. Wo bleiben die sogenannten "europäischen Werte"? Von Amalia van Gent. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014859.html

Lebendige Tagung "We shall overcome!" in Gammertingen

Wie schon in den vergangenen zehn Jahren hatte der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie zu seiner  11. Tagung "'We shall overcome!' Gewaltfrei für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht" eingeladen. Am vergangenen Samstag, den 14. Oktober, berichteten im evang. Gemeindehaus in Gammertingen der ehemalige Mitarbeiter der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden,  Christoph Besemer, die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Mitarbeiterin der Gesellschaft Kultur des Friedens, Tübingen, Heike Hänsel, sowie Katrin Warnatzsch und Michael Schmid, die den gastgebenden Verein mitgründeten, ausführlich über ihr jahrzehntelanges Engagement. Die über 40 Teilnehmenden empfanden die Tagungsbeiträge als bewegend und als für sie persönlich anregend und ermutigend. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014874.html

Hinweise

Jetzt Friedensappell unterzeichnen: Für ein Ende der Gewalt in Israel und Palästina!

Die schrecklichen Bilder aus Israel und Palästina nehmen kein Ende. Wir möchten dich daher heute bitten, dir kurz Zeit für die Unterschrift des Friedensappells von Netzwerk Friedenskooperative zu nehmen. Jede Unterschrift zählt, denn die Zeit drängt! Unterzeichne deshalb jetzt, um ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Israel und Palästina zu setzen und die Bundesregierung zum Handeln aufzufordern!
Wir möchten uns damit eindeutig an die Seite der Zivilgesellschaft stellen und uns gegen jede Gewalt wenden! Unsere Menschlichkeit darf in diesen schwierigen Zeiten nicht verloren gehen. Mit unserem Friedensappell versuchen wir, allen Opfern und Betroffenen Raum zu geben und die Gleichzeitigkeit der schrecklichen Ereignisse auszuhalten. Hier geht es zum Friedensappell >> https://www.friedenskooperative.de/petition/israel-palaestina-gewalt-stoppen

Aufruf und Petition #CeasefireNow - Für eine humanitäre Waffenruhe in Israel und Palästina

Angesichts der erschütternden Gewalt in Israel, dem Gazastreifen und auch an der Grenze zum Libanon fordert der  internationale Aufruf #CeasefireNow ein sofortiges Ende der Gewalt und einen Waffenstillstand in Israel und dem Gazastreifen. „Die Ereignisse der letzten Woche haben uns an den Abgrund einer humanitären Katastrophe geführt, und die Welt kann nicht länger warten, um zu handeln“, heißt es in dem Aufruf. Der Kreislauf der Gewalt gegen unschuldige Zivilist*innen müsse umgehend gestoppt werden. Auch wird gefordert, lebensrettende Hilfslieferungen zu ermöglichen und zivile Geiseln sofort freizulassen. Der Aufruf wird bereits von über 500 Organisationen weltweit unterstützt, darunter viele humanitäre Hilfsorganisationen und Initiativen für Frieden und Menschenrechte. Auch palästinensische, israelische, muslimische und jüdische Stimmen sind unter den Unterzeichnenden.
Auf der Plattform Change.org können auch Einzelpersonen den Aufruf unterschreiben. Jetzt Petition unterschreiben >> https://www.change.org/p/sign-and-share-this-urgent-petition-calling-for-a-ceasefirenow-in-gaza-and-israel?recruiter=1319534707&recruited_by_id=f2078ce0-6dea-11ee-8856-5b15557ca7b6

Der Aufruf in deutscher Übersetzung findet sich hier >> https://www.forumzfd.de/de/nahost-forumzfd-fordert-waffenstillstand

BIP-Aktuell #277: Eine Sprache, die man noch nie gehört hat

Nachdem der Anschlag vom 7. Oktober den israelischen Geheimdienst, die Sicherheitskräfte, die Medien und die Regierung überrascht hatte, waren die Reaktionen von hochrangigen israelischen Beamten, Journalisten und Militärs erschreckend. Abgesehen von rassistischen Verallgemeinerungen und Racheaufrufen gegen die Hamas gibt es weit verbreitete Forderungen nach kollektiver Bestrafung und wahlloser Tötung von Zivilisten. Mit anderen Worten: Aufrufe zum Völkermord. Es besteht die reale Sorge, dass das Verbrechen des Völkermords an den Palästinensern in Gaza begangen werden könnte. Aber die deutsche Regierung schweigt. Dieser Bericht beginnt mit einer Liste von Zitaten, die von Menschenrechtsaktivisten als gefährlich eingestuft wurden und enthält anschließend eine Analyse dieser Zitate. Hier weiterlesen. >> https://bip-jetzt.de/2023/10/21/bip-aktuell-277-eine-sprache-die-man-noch-nie-gehoert-hat/

Videovortrag mit Michael Lüders: Krieg im Nahen Osten

Der Publizist und Nahostexperte Michael Lüdersspricht in seinem aktuellen Beitrag über die menschliche Katastrophe im Gazastreifen. >> https://www.yo utube.com/watch?v=ONeDDZNb8Ks

Termine

:: 27./28.10.2023 - im Gemeindesaal Grabenstraße 2 in Überlingen: Sackgasse Kapitalismus

Bei den Überlinger Friedenstagen geht es um die Auseinandersetzung mit der Frage, wie Privat- und Wirtschaftsinteressen Frieden, Demokratie und Mitwelt zerstören – und wie aus der Krise Neues entstehen kann. Mehr >> https://www.friedensregion-bodensee.de/aktuelles/   Der Flyer kann hier heruntergeladen werden >> https://www.friedensregion-bodensee.de/app/download/8221870764/%C3%9Cberlinger+Friedenstage+2023+Flyer.pdf?t=1693493192


 

:: 11.11.2023 - 10:30 bis 17:30 Uhr Hybridveranstaltung Online und im Albert-Schweitzer-Saal an der Christus-Kirche in Karlsruhe: Bedrohte Diskurse - Ist bei Themen wie Ukraine und Palästina noch Meinungsfreiheit gegeben?

Studientag 2023 des Forum FriedensEthik in der Evangelischen Landeskirche in Baden (FEE). Es gibt Reizthemen, bei denen in unserer Gesellschaft die freie öffentliche Diskussion gefährdet ist. Positionen werden ins Abseits geschoben, skandalisiert oder mundtot gemacht. Der Sachbuch-Bestseller „Die vierte Gewalt“ von Precht/Welzer wirft unseren Leitmedien beim Ukrainekrieg solche Diskursverengungen vor. Schnell ist als Putin-Versteher gebrandmarkt, wer sich Kriegsnarrativen widersetzt. Referentin ist die bekannte Journalistin und Publizistin Gabriele Krone-Schmalz.
Beim Thema Israel-Palästina wird der offene Diskurs seit Jahren geradezu administrativ be- und verhindert. Hier ist es die Antisemitismus-Keule, mit der Kritik an den beständigen Menschenrechtsverletzungen des Staates Israel in Deutschland zum Schweigen gebracht wird. Die Referentin Karin Wetterau ist Autorin des Buches „Neuer Antisemitismus? Spurensuche in den Abgründen einer politischen Kampagne“.  VA: Forum Friedensethik (FFE) in der Evangelischen Landeskirche in Baden, in Kooperation mit der Arbeitsstelle Frieden im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe, Bezirksstelle für Evangelische Erwachsenenbildung (eeb) Karlsruhe, pax christi - Diözesanverband im Erzbistum Freiburg. Anmeldung: möglichst bald, spätestens 1. November 2023 bei Dr. Werner Schmidt, Email: dr.schmidt-keltern@t-online.de oder Jürgen Stude, Email: juergen.stude@t-online.de. Weitere Infos >> https://www.ekiba.de/infothek/kalender/detail/termin/id/611378-studientag-des-forums-friedensethik-ffe/?vt=1&cb-id=103506


 

:: 23./24.11.2023 - Großer Saal im Haus am Dom, Frankfurt/M.: "Eine Welt im Ausnahmezustand: Herausforderungen an das ökumenische Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung"

2023 feiert der „konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ sein 40. Jubiläum. Diese globale ökumenische Reformbewegung hatte als Ziel, Ungerechtigkeit, Unfrieden und Umweltzerstörung zu analysieren und zu deren Überwindung beizutragen. Trotz einer sich verschärfenden globalen Krisensituation erfuhr sie in den vergangenen Jahren eine deutliche Abschwächung.
Auf diesem Hintergrund möchten wir Schlussfolgerungen und Lehren aus den vier Dekaden des konziliaren Prozesses ins Gespräch bringen. Vor allem soll nach dem künftigen ökumenische Engagement für eine bessere Welt und ein Leben in Fülle für alle gefragt werden. VA: Ökumenische Vernetzungsinitiative in Kooperation mit der Evang. Akademie Bad Boll und der Kath. Akademie Rabanus Maurus. Weitere Infos >> https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/640923.html



:: 24.-/26.11.2023 - Hepperhalle in Tübingen: IMI-Kongress: Deutschland im Kriegszustand?!

Der (anhaltende) russische Angriff auf die Ukraine und die kurz darauf von der Bundesregierung ausgerufene "Zeitenwende" haben hierzulande den wohl größten Militarisierungsschub der letzten Jahrzehnte ausgelöst. Politische, militärische und wirtschaftliche Akteure gerieren sich fast so, als ob Deutschland sich im Krieg befinde. Zur Lösung des Konfliktes wird nahezu ausschließlich auf militärische Gewalt gesetzt. Eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Veränderungen vollziehen sich, hin zu noch mehr Geld für noch mehr Waffen, noch mehr Rüstung, noch mehr Militär. Die Veränderungen werfen die Frage auf, ob Deutschland faktisch in einen Kriegszustand übergewechselt ist. Ob dies der Fall ist, und wenn ja, wie sich das zeigt, welche Folgen dies auf verschiedenen Ebenen hätte oder hat und vor allem, was dagegen getan werden könnte, diesen Fragen wollen wir beim diesjährigen Kongress der Informationsstelle Militarisierung nachgehen. Alle Infos zum Kongress finden sich hier >> https://www.imi-online.de/2023/09/20/deutschland-im-kriegszustand/
 

Veranstaltungstermine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen


Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 22.07.2021). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

Spendenkonto: 
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
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IBAN: DE36 4306 0967 8023 3348 00
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