|
|
|
|
Liebe Freundinnen und Freunde,
heute vor 34 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Block vier des Atomreaktors von Tschernobyl. Der 1.000 Tonnen schwere Deckel des Reaktors wurde abgesprengt, und eine radioaktive Wolke verteilte gefährliche Isotope über Tausende von Kilometern.
Tags darauf erreichte die radioaktive Wolke das Nordkap und breitete sich über Polen und Rumänien in Richtung Deutschland aus. Am 29. April 1986 kamen die ersten radioaktiven Luftmassen nach Bayern, dann nach Baden-Württemberg.
Mit diesem Super-GAU vor 34 Jahren ist das passiert, was nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung einiger Wissenschaftler eigentlich erst in 1 Million Jahren hätte passieren sollen: Ein Atomkraftwerk ist explodiert, das so genannte Restrisiko hat zugeschlagen. Und nur 25 Jahre später, in Fukushima bereits ein weiteres Mal.
Für immer ist der Name Tschernobyl wie jene von Hiroshima, Nagasaki oder Fukushima verbunden mit dem atomaren Schrecken. Diese Namen mahnen: ob zivile oder militärische Nutzung, beides gehört dringend und umgehend überwunden!
Wir erinnern an Tschernobyl mit Erich Frieds Gedicht "Die schwarze Wolke", sowie einigen Artikeln. Und wir gehen auf aktuelle atomare Aufrüstungsbestrebungen ein. Wichtig ist auch eine Online-Petition gegen neue Atombomber, welche „Verteidigungsministerin“ Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) anschaffen möchte.
In der außergewöhnlichen Zeit der Corona-Krise fehlt es in diesem Newsletter ebenfalls an einigen Artikeln zu unterschiedlichen Aspekten dieser Problematik. Obwohl teilweise das kritische Nachdenken fast unterbunden werden soll – u.a. unter Verwendung diffamierender Kampfbegriffe wie „Verschwörungstheoretiker“ und „Corona-Leugner“ -, sollte sich niemand das eigene Denken verbieten lassen.
|
|
Die schwarze Wolke
Eine Wolke zieht über die Zukunft
Eine Wolke so schwarz wie die Nacht
Und wer hat die Wolke geschaffen
Und wer hat sie hergebracht?
Und sagen sie dort „Sozialismus“
Und hier „unsre freie Welt“
Die Wolke hört nicht und fragt nicht
Auf wen ihr Regen fällt
Und willst du noch leben bleiben
Und hast du noch Kinder zuhaus
Dann musst du die Wolke vertreiben
Sonst ists mit dem Leben aus
Die Wolke darf gar nicht erst steigen
Die Wolke darf gar nicht erst ziehen
Und steigt sie, so hat auch dein Schweigen
Ihr Gewalt verliehen
Geht hin wo sie Wolken brauen
Geht hin aber bald muss es sein
Geht hin alle Männer und Frauen
Und wascht euren Himmel rein
(Erich Fried - 1921 bis 1988)
|
|
Herzliche Grüße
Euer / Ihr Michael Schmid
|
|
- BUND: 34 Jahre Tschernobyl: Jeder weitere Tag Atomkraft ist einer zu viel - Große Sorge wegen Waldbränden in Sperrzone
- Michael Weiland: Jahrestag der Reaktorexplosion in Tschernobyl: Katastrophe ohne Verfallsdatum
- IPPNW: Radioaktive Wolken über der Ukraine: Ärzteorganisation warnt vor Verharmlosung
- Fridays For Future: Livestream zum globalen Klimastreik 24.04.2020 #FightEveryCrisis
- Hans-Josef Fell: 100% Erneuerbare Energien weltweit sind vorteilhaft für Umwelt und Wirtschaft
- Raimund Kamm: 50 % mehr Windstrom - 50 % weniger Kohlestrom
- Netzwerk Friedenskooperative: Innovative Ostermärsche ein voller Erfolg
- Konrad Tempel: "Der Beginn der Ostermärsche"
- Claudia Haydt: "Gesundheit schützen! Militär abrüsten und Klimawandel stoppen!"
- Theodor Ziegler: "Sicherheit neu denken - Ab 2040 keine Bundeswehr mehr!"
- Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt": Affront gegenüber der Zivilgesellschaft, den Steuerzahlenden und dem Koalitionspartner
- ICAN: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will Kauf von US-Atombombern eigenmächtig durchdrücken
- Otfried Nassauer: Nukleare Teilhabe - Überholtes Konzept ohne Funktion?
- Konstantin Wecker: "Willy 2020"
- Götz Eisenberg: Die emotionale Pest (Corona-Tagebuch)
- Rolf Gössner: Gedanken und Thesen zum Corona-Ausnahmezustand
- Christian Felber: Corona versus Corona-Maßnahmen: Alternativen zu einem zweiten Lockdown
- Dirk Vogelskamp: Pandemie versus Demokratie - oder: die Einübung in den Ausnahmezustand
- Noam Chomsky: "Wir werden die Coronakrise überstehen, aber wir haben noch viel ernstere Krisen vor uns"
- Leonardo Boff: Das Coronavirus erweckt den Menschen in uns
- medico international: Jahrestag des Rana Plaza-Einsturzes: Textilarbeiter ohne Schutz vor Corona-Folgen
- Emran Feroz: Wie der Krieg des Imperiums Hikmatullah "den Glücklichen" reich machte
- BIP: Kirche der schönen Worte oder Kirche der guten Taten?
- Ramona Lenz: Humanitäre Gesten sind nicht genug
- Bündnis fordert: Bundesregierung muss Lebensmittelversorgung und Landwirtschaft global krisenfester machen
- Konstantin Wecker: Wir sollten das nie vergessen
Hinweise
- Bitte Petition unterzeichnen: Atombomber? Nein Danke!
- Rückblick: Virtueller Ostermarsch
- Live-Stream mit Konstantin Wecker zum Nachschauen: Poesie & Widerstand in stürmischen Zeiten!
- Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden sucht neue Mitarbeiterin/neuen Mitarbeiter
Termine
|
|
BUND: 34 Jahre Tschernobyl: Jeder weitere Tag Atomkraft ist einer zu viel - Große Sorge wegen Waldbränden in Sperrzone
Vor 34 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich das katastrophale Reaktorunglück im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine. Angesichts der seit Wochen rund um die Ruine wütenden Waldbrände warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erneut vor den Gefahren der Atomenergie. Die Feuer in der Sperrzone wühlen die radioaktiven Rückstände auf und tragen weiter zu deren Verbreitung bei. Zwar werden die Grenzwerte laut ukrainischen Behörden eingehaltenen, doch ionisierende Strahlung ist nie harmlos. Der BUND fordert daher einmal mehr den kompletten Atomausstieg - auch in Deutschland. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012944.html
|
|
Michael Weiland: Jahrestag der Reaktorexplosion in Tschernobyl: Katastrophe ohne Verfallsdatum
Bis zum 26. April 1986 war Tschernobyl lediglich der Name einer kleinen Stadt im Norden der Ukraine und nur wenigen ein Begriff: In den Siebzigern ging nahe des Ortes der erste Kernreaktor des Landes ans Netz. Seit diesem Tag im Frühjahr vor 34 Jahren ist das anders: Eine Explosion im Block vier des damals sowjetischen Atomkraftwerks führte zum Super-GAU, den bislang beispiellosen "größten anzunehmenden Unfall". Bis heute ist Tschernobyl synonym mit der schwersten Katastrophe in der zivilen Nutzung der Atomkraft. Wie Hiroshima, Nagasaki oder Fukushima ist der Name für immer verbunden mit nuklearem Schrecken. Von Michael Weiland. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012945.html
|
|
IPPNW: Radioaktive Wolken über der Ukraine: Ärzteorganisation warnt vor Verharmlosung
Die IPPNW warnt davor, die Waldbrände in der Ukraine zu verharmlosen. Mittlerweile haben die stark verdünnten Rauchschwaden auch andere Teile Europas erreicht. Die Ärzteorganisation erinnert daran, dass es keinen Schwellenwert gibt, unterhalb dessen Radioaktivität ungefährlich wäre. Seit dem 3. April brennen mehr als 46.000 Hektar Wald- und Grasland in der massiv radioaktiv verseuchten Sperrzone südwestlich der Reaktorruine von Tschernobyl. Am 13. April kamen die Flammen bis zu 500 Meter an den Sarkophag heran, der den gefährlichsten Atommüll in der Region abschirmen soll. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012935.html
|
|
Fridays For Future: Livestream zum globalen Klimastreik 24.04.2020 #FightEveryCrisis
Der #NetzstreikFürsKlima war ein voller Erfolg! Vielen Dank an alle Netzstreikenden, die zwischen Pandemie, Arbeit und Alltagsstress Zeit gefunden haben, mit uns laut für Klimagerechtigkeit zu werden! Mit 87.000 auf der Streikendenkarte, über insgesamt 230.000 Livestream-Zuschauer*innen, 40.000 Tweets und 15.000 Demoschildern haben wir klargemacht: Mit uns ist zu rechnen und wir wollen, dass jetzt die Weichen für eine gerechte, ökologische Gesellschaft gestellt werden! Wir fordern, dass in jeder Krise auf die Warnungen und Empfehlungen der Wissenschaft gehört werden muss. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012939.html
|
|
Hans-Josef Fell: 100% Erneuerbare Energien weltweit sind vorteilhaft für Umwelt und Wirtschaft
Am 20. April 2020 hat die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) ihren ersten Global Renewables Outlook veröffentlicht, unter dem Titel "Energy Transformation 2050". Dieser stellt heraus, dass die Umstellung auf Erneuerbare Energien keine ökonomische Belastung ist, sondern - nach den Annahmen der IRENA - sieben Millionenneue Jobs entstehen lässt und, dass die Kosten eines erneuerbaren Energiesystems immer weiter unter den langfristigen Kosten ein konventionellen fossil/atomaren Energieerzeugung liegen werden. Von Hans-Josef Fell. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012926.html
|
|
Raimund Kamm: 50 % mehr Windstrom - 50 % weniger Kohlestrom
Unsere Energiewende war erfolgreich. In nur zwei Jahren haben wir dank günstigen Wetters und dank des früher guten Anlagenzubaus unsere Windstromproduktion um herausragende 50 Prozent gesteigert. Auch die Solarstromerzeugung stieg um ein Viertel. Deswegen mussten die Braunkohle- und Steinkohlekraftwerke ihre Stromerzeugung stark reduzieren. Ihre Produktion sank um ebenfalls rekordverdächtige und auf jeden Fall klimaschonende 50 Prozent. Und auch bei den Atomkraftwerken ist durch Stilllegung von Philippsburg II zum 31.12.2019 wieder ein Siebtel der Atomstromproduktion weggefallen. Von Raimund Kamm. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012888.html
|
|
Netzwerk Friedenskooperative: Innovative Ostermärsche ein voller Erfolg
Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der diesjährigen virtuellen Ostermärsche. Auch wenn die in mehr als 80 Städten angedachten traditionellen Ostermärsche aufgrund der gegenwärtigen Corona-Krise nicht stattfinden konnten, haben Friedensbewegte zahlreiche kreative Wege gefunden, um ihren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen. Als großer Erfolg wird gewertet, dass sich die Ostermärsche 60 Jahre nach dem ersten Ostermarsch in Deutschland noch einmal vollkommen neu erfinden konnten. Zentrale Forderungen waren bei den Ostermärschen 2020 Abrüstung, eine atomwaffenfreie Welt und die Beendigung der katastrophalen humanitären Situation an der EU-Außengrenze. Insbesondere die Forderung "Gesundheit statt Rüstung" wurde bei den diesjährigen Ostermärschen vielfach von Aktivist*innen gefordert. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012909.html
|
|
Konrad Tempel: "Der Beginn der Ostermärsche"
Jahreswechsel 1959/60: Kalter Krieg, Gleichgewicht des Schreckens, Strategien der massiven Vergeltung. Die Bundesregierung nach wie vor wild auf die Verfügung über eigene Atomwaffen. Die große Kampagne "Kampf dem Atomtod" durch Entscheidungen von SPD und Gewerkschaften in sich zusammengebrochen. Dann am 6. Dezember Meldung der Hamburger Morgenpost: 30 km von hier entfernt in Bergen-Hohne Übungen der Bundeswehr mit Honest-John-Raketen, die Zerstörungskraft ihrer Sprengköpfe wie die der Hiroshima-Bombe. Ein neues Todeszentrum neben dem ehemaligen Mordlager Bergen-Belsen. Wir waren entsetzt. Das musste in die Öffentlichkeit. Wir würden protestieren. Redebeitrag von Konrad Tempel für die Ostermarsch-Mahnwache Jagel am 10. April 2020. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012921.html
|
|
Claudia Haydt: "Gesundheit schützen! Militär abrüsten und Klimawandel stoppen!"
Militär schafft keine Sicherheit. Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist dies klar - zumindest denjenigen, die für Argumente offen sind. Ein kleines Virus kann die ganze Welt in Atem halten. Das gelingt ihm unter anderem deswegen, weil in den letzten Jahren und Jahrzehnten die falschen Prioritäten gesetzt wurden. Statt in öffentliche Gesundheitsversorgung zu investieren, wurde militärisch aufgerüstet. Anstatt global gemeinsam Forschung zu betreiben um die drängenden Menschheitsaufgaben zu bewältigen, wurde und wird in neuen Militärblöcken teure Rüstungsforschung betrieben. Ungehaltener Redebeitrag für den geplanten Bodensee-Ostermarsch in Überlingen am 13. April 2020 von Claudia Haydt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012911.html
|
|
Theodor Ziegler: "Sicherheit neu denken - Ab 2040 keine Bundeswehr mehr!"
Militärkritik ist wichtig. Es darf jedoch nicht bei der Kritik bleiben. Wir sind es der Öffentlichkeit schuldig, aufzuzeigen, wie eine wirkliche Friedenspolitik ohne Militär aussehen soll und wie diese realisiert werden kann. Wenn wir eine Alternative haben, wird unsere Militärkritik plausibler, dann können die vielen Mitmenschen, die zwar auch keinen Krieg wollen, aber das Militär mit Bauchschmerzen für notwendig erachten, auf andere Gedanken kommen: "Sicherheit neu denken. Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik." So heißt das Szenario, das eine Expertengruppe im Auftrag der badischen Landeskirche erstellt hat, und das eine neue sicherheitspolitische Perspektive aufzeigt. ungehaltener Redebeitrag für den geplanten Ostermarsch Bodensee in Überlingen am 13. April 2020 von Theodor Ziegler. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012910.html
|
|
Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt": Affront gegenüber der Zivilgesellschaft, den Steuerzahlenden und dem Koalitionspartner
Die Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" verurteilt das Vorgehen der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Anschaffung eines neuen atomwaffenfähigen Kampfflugzeuges für die Bundeswehr. Laut eines Berichts des "Spiegels" informierte die Ministerin die amerikanische Regierung am vergangenen Donnerstag offiziell, dass Deutschland als Ersatz für den "Tornado"-Kampfjet insgesamt 45 Jets vom Typ F-18 des US-Herstellers Boeing kaufen wolle. Unter den 45 neuen Flugzeugen befinden sich 30 vom Typ F-18 "Super Hornet", die explizit für den Einsatz zum Abwurf der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen vorgesehen sind. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012928.html
|
|
ICAN: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will Kauf von US-Atombombern eigenmächtig durchdrücken
Laut Medienberichten sagt CDU-Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer den Kauf von US-Kampflugzeugen zu - ohne vorherige Absprache innerhalb der Regierungskoalition. Der deutsche Zweig der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), die 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, kritisiert dieses Vorgehen deutlich. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012923.html
|
|
Otfried Nassauer: Nukleare Teilhabe - Überholtes Konzept ohne Funktion?
Die Vereinigten Staaten modernisieren ihre atomaren Sprengköpfe. Die sollen sicherer, moderner und militärisch flexibler einsetzbar werden. Die Waffen sind besser nutzbar. Kritiker gehen davon aus, dass deshalb die Schwelle für den Einsatz atomarer Waffen sinkt, dieser also wahrscheinlicher und damit die nukleare Abschreckung instabiler wird. Die Bundesregierung. will die Beteiligung an der nuklearen Teilhabe fortsetzen, obwohl diese keine Rückversicherung mehr darstellt, dass die USA einen auf Europa begrenzten Ersteinsatz nuklearer Waffen nicht gegen den Willen der Europäer mit nationalen Mitteln durchführen. Das Verteidigungsministerium drängt aber aktuell auf die Beschaffung von 30 Flugzeugen des Typs F-18F, um den Tornado abzulösen, mit dem notfalls in Deutschland gelagerte US-Atombomben gegen einen Gegner eingesetzt werden sollen. Von Otfried Nassauer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012933.html
|
|
Konstantin Wecker: "Willy 2020"
Konstantin Wecker hat am 11.04.2020 in seinem zweiten Streamkonzert erstmals "Willy 2020" vorgetragen. Darin erzählt er seinem alten Freund vom globalen Ausnahmezustand in Zeiten von Covid-19; und vom Grauen heutiger Kriege und den Profiten der Rüstungskonzerne und Waffenhändler, aber auch von seinen Träumen und Hoffnungen auf seiner Suche nach einer besseren und herrschaftsfreien Welt: "Ich will in keiner Gesellschaft leben, in der all jene am miesesten entlohnt werden, die die wirklich wichtige Arbeit verrichten: KrankenpflegerInnen, HospizarbeiterInnen, MüllarbeiterInnen und ach so viele mehr. Und vielleicht verstehen jetzt viele Menschen in dieser Krise, dass die Güter und Ressourcen dieser Welt allen gehören sollen: Bildung, Gesundheit, Wohnung, sauberes Wasser, Essen." Hier gibt es den kompletten Text. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012922.html
|
|
Götz Eisenberg: Die emotionale Pest
Corona-Tagebuch, Teil 15. Die Corona-Krise lässt auch eine große Angst vor allem Natürlichen und Kreatürlichen zum Vorschein kommen. Etwas Unkontrolliertes und schwer Kontrollierbares ist über uns hereingebrochen. Berührung wird unter diesen Umständen zum "Todeskuss", die Lebendigkeit (Feiern, unbefangen Sein, sich Vermischen) wird zur tödlichen Gefahr. Vom Sterilen, von der Askese, von der Beschneidung von Lebendigkeit erhoffen wir uns die Verlängerung eines Lebens, das man nur noch bedingt lebenswert nennen kann. Diese "Pest" gab es jedoch auch schon vorher: die Unterdrückung unserer Emotionalität, Menschenscheu, Vereinzelung, die Sucht, so viel wie möglich "online" zu erledigen, aus Furcht vor einer nicht keim- und risikofreien Offline-Welt. Diese Tendenzen sind keine Erfindungen der "Corona-Ära", sie wurden durch diese nur noch einmal extrem verstärkt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012942.html
Sämtliche bisherigen und zukünftigen Teile des Cornoa-Tagebuchs von Götz Eisenberg sind abrufbar unter >> https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=G%C3%B6tz%20Eisenberg&blog_id=1
|
|
Rolf Gössner: Gedanken und Thesen zum Corona-Ausnahmezustand
Sich an bestimmte Regeln zu halten, um seine Mitmenschen und sich selbst so gut wie möglich zu schützen, dürfte angesichts der Corona-Epidemie und ihrer Gefahren absolut sinnvoll sein - wenn damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt, das krank gesparte Gesundheitswesen vor Überlastung bewahrt und das Leben besonders gefährdeter Personen geschützt werden kann. Dennoch sollten wir die gegenwärtige alptraumhafte Situation im Gefolge des Corona-Virus kritisch hinterfragen sowie auf Verhältnis- und Verfassungsmäßigkeit überprüfen - gerade in Zeiten dirigistischer staatlicher Zwangsmaßnahmen, gerade in Zeiten allgemeiner Angst, Unsicherheit und Anpassung. Zumal die einschneidenden, unser aller Leben stark durchdringenden Maßnahmen letztlich auf Basis einer ungesicherten wissenschaftlichen Datenlage verhängt worden sind. Von Rolf Gössner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012943.html
|
|
Christian Felber: Corona versus Corona-Maßnahmen: Alternativen zu einem zweiten Lockdown
In der dritten Folge seines Video-Blogs "Von Corona zum Gemeinwohl: Lehren aus der Krise" schaut sich Christian Felber die wissenschaftliche Datengrundlage des Bedrohungspotenzials von Covid-19 näher an und folgert daraus die derzeitige doppelte Schlüsselfrage: 1.) Sind die Eingriffe in die Grundrechte verhältnismäßig? 2.) Sind allgemeine Ausgangsbeschränkungen und undifferenziertes Social Distancing weiterhin die effektivsten Maßnahmen zur Bewältigung der Covid19-Pandemie? >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012863.html
|
|
Dirk Vogelskamp: Pandemie versus Demokratie - oder: die Einübung in den Ausnahmezustand
In diesen virusdurchseuchten Zeiten sind wohl viele in beklemmender Sorge um Familienangehörige, Freund:innen und Kolleg:innen. Eine Infizierung mit dem Coronavirus kann lebensgefährlich, gar tödlich verlaufen. Die Mortalitätsraten der Pandemie werden uns allabendlich länderbezogen zur Kenntnis gegeben. Es nimmt sich aus, als würde in dieser Krise angsterfüllt um das nackte Überleben gekämpft, die selbst Hamsterkäufe als notwendig geboten erscheinen lässt. Ausgangsbeschränkt ist man zuhause verbannt in einem allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stillstand und den politischen Verlautbarungen und der epidemiologisch-medizinischen Informationsflut nahezu hilflos ausgesetzt. Von Dirk Vogelskamp. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012916.html
|
|
Noam Chomsky: "Wir werden die Coronakrise überstehen, aber wir haben noch viel ernstere Krisen vor uns"
Noam Chomsky, ein bekannter 91-jähriger amerikanischer Linguist und politischer Analytiker, hat aus Arizona, wo er sich in Selbstisolation befindet, mit Srecko Horvat von DiEM25 TV gesprochen. Chomsky ist der Meinung, dass die Corona-Krise eine erste Krise mit ersthaften gesundheitlichen Konsequenzen ist. Sie ist allerdings nur temporär, während die Menschheit von zwei weiteren ernsteren Krisen bedroht wird: Atomkrieg und Erderwärmung. In seiner Analyse hebt er hervor, dass diese Bedrohungen durch neoliberale Politik verstärkt würden und, dass nach Ende der Krise zwei Möglichkeiten beständen: Entweder totalitäre, brutale Staaten oder ein radikaler Umbau der Gesellschaft mit humaneren Bedingungen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012896.html
|
|
Leonardo Boff: Das Coronavirus erweckt den Menschen in uns
Die Coronavirus-Pandemie zwingt uns alle zum Nachdenken: Was zählt wirklich: Leben oder materielle Güter? Der Individualismus eines jeden für sich allein, ohne sich um den anderen zu kümmern, oder die Solidarität des einen mit dem anderen? Können wir die natürlichen Güter und Dienstleistungen gedankenlos weiter nutzen, um bequemer zu leben, oder können wir uns um die Natur, die Vitalität von Mutter Erde und um das Gute Leben kümmern, nämlich die Harmonie zwischen und mit allen Wesen der Natur? Hat es sich jemals für die kriegsliebenden Länder gelohnt, immer mehr Massenvernichtungswaffen anzuhäufen, jetzt, da sie vor einem unsichtbaren Virus in die Knie gezwungen werden, das die Ineffizienz all dieses tödlichen Apparats offenbart? Können wir unseren konsumbetonten Lebensstil fortsetzen und grenzenlosen Reichtum in den Händen Weniger auf Kosten von Millionen armer und elender Menschen anhäufen? Von Leonardo Boff. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012938.html
|
|
medico international: Jahrestag des Rana Plaza-Einsturzes: Textilarbeiter ohne Schutz vor Corona-Folgen
Der 24. April 2013 erinnert uns an die Verantwortung deutscher Unternehmer und Konsumenten für die Arbeits- und Lebensbedingungen entlang der globalen Lieferketten. Am 24. April jährt sich der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch zum siebten Mal. Bei dem Unglück kamen über 1100 Menschen zu Tode und mehr als 2000 wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international unterstützt seit dem Unglück einen Gewerkschaftsbund in Bangladesch, der auch Verletzte und Hinterbliebene des Unglücks vertritt. Derzeit berichtet die Organisation von den verheerenden sozialen Folgen der Covid-19-Epidemie für die Textilarbeiter in Bangladesch. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012940.html
|
|
Emran Feroz: Wie der Krieg des Imperiums Hikmatullah "den Glücklichen" reich machte
In Afghanistan ist weiterhin vieles nicht gut. Doch gerade in diesen Tagen lohnt sich ein Blick in ältere Berichte und Recherchen. Diese offenbaren nämlich nur allzu deutlich, was am Hindukusch alles schiefgelaufen ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa die amerikanische Kriegsindustrie, die dazu geführt hat, dass viele Hampelmänner plötzlich zu Millionären wurden, während die absolute Mehrheit der Afghanen am Hungertuch nagte. Von Emran Feroz. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012908.html
|
|
BIP: Kirche der schönen Worte oder Kirche der guten Taten?
Die Erklärung des Rates der EKD vom 29.2.2020 über die BDS-Bewegung lässt daran zweifeln, ob die EKD noch zwischen Menschenrechtsaktivisten und Antisemiten unterscheiden kann und möchte. Das Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e.V. (BIP) bekam auf seinen Brief vom 17.3.2020 an den Rat der EKD bisher keine Antwort. Wir dokumentieren den Brief hier. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012920.html
|
|
Ramona Lenz: Humanitäre Gesten sind nicht genug
"Statt Ressourcen und Menschen auf die Bewachung der Grenzen zu verschwenden, sollten wir alle Kraft auf die Bekämpfung des Virus im Inneren legen", sagt selbst Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery. Und dennoch wird die Quelle der Gefahr durch das Coronavirus derzeit vor allem im Außen und bei den Anderen verortet. Unabhängig davon, wo sich das Epizentrum der Corona-Pandemie befindet, werden mit dem Argument, die Ausbreitung des Virus stoppen zu wollen, weitreichende Maßnahmen des Ausschlusses von Migrant*innen und Geflüchteten gerechtfertigt. Von Ramona Lenz. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012883.html
|
|
Bündnis fordert: Bundesregierung muss Lebensmittelversorgung und Landwirtschaft global krisenfester machen
Die Corona-Pandemie, klimabedingte Wetterextreme und das Artensterben zeigen, wie krisenanfällig das auf den Weltmarkt orientierte Ernährungs- und Agrarsystem derzeit ist. Das stellt ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 54 Organisationen anlässlich der Veröffentlichung eines Bilanzpapiers der vergangenen zwölf Monate zur Stärkung der Agrarökologie seitens der Bundesregierung fest. Das Bündnis begrüßt darin erste positive Schritte des Bundestags und des Bundesentwicklungsministeriums für die Agrarökologie. Zugleich kritisieren die Organisationen aber die fehlende grundlegende Neuorientierung in der Agrar-, Klima- und Bioökonomiepolitik. Das Bündnis fordert mehr Politikkohärenz und eine stärkere Berücksichtigung von Agrarökologie bei der Umsetzung der Agenda 2030. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012886.html
|
|
Konstantin Wecker: Wir sollten das nie vergessen
Wir begehen in diesem Jahr den 75. Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. Noch immer sind Nazis und "Rechtspopulisten" gemeingefährlich, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes jedoch ist nicht mehr gemeinnützig. Sie haben richtig gelesen. Ende 2019 entzog das Finanzamt der Organisation die Gemeinnützigkeit mit der Folge, dass sie vor dem finanziellen Ruin steht und ihre wichtige Erinnerungsarbeit vielleicht bald nicht mehr leisten kann. Konstantin Wecker erinnert an die Geschichte des KZs Dachau bei München und ruft dazu auf, das Grauen niemals zu vergessen. Vor allem eines: "bleibt widerständig!" >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012946.html
|
|
Bitte Petition unterzeichnen: Atombomber? Nein Danke!
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will aufrüsten. Hinter dem Rücken der SPD signalisierte sie den USA Interesse an 45 atomwaffenfähigen Kampfjets. Kosten: 12 Milliarden Euro - und das ausgerechnet während der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Gebraucht wird momentan jeder Euro für die Aufgaben, die aus der Corona-Krise entstehen - für das Gesundheitssystem, die soziale Absicherung und für ökonomische Hilfen. Mit Unterstützung von Campact haben wir jetzt die Chance zu zeigen, dass wir gegen AKKs Vorgehen sind: Unterzeichnet die Campact-Petition "Atombomber - Nein Danke!". Bitte leitet diese auch an Freunde und Bekannte weiter. Gemeinsam können wir die auf der Kippe stehende Entscheidung über die neuen Atombomber beeinflussen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012931.html
|
|
Rückblick: Virtueller Ostermarsch
Statt die Ostermärsche ausfallen zu lassen, gab es per Youtube-Stream den ersten rein virtuellen Ostermarsch in der Geschichte der Friedensbewegung und viele weitere Online-Angebote. Im Stream gibt es Redebeiträge von u.a. von Anne Balzer („Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“, ICAN), Katharina Nocum (Netzaktivistin, Autorin), Renke Brahms (Friedensbeauftragter der "Evangelischen Kirche Deutschlands"), Jürgen Grässlin (Sprecher der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel"); Musikbeiträge von u.a. Konstantin Wecker, Pablo Miró (deutsch-argentinischer Gitarrist und Liedermacher), Zweierpasch (deutsch-französische HipHop-Combo), Pan Salmenhaara (finnischer Blues-Musiker) und gemeinsame online-mitmach-Aktionen! Der Stream ist zu sehen unter >> https://youtu.be/p1PpbqTb8dA
|
|
Live-Stream mit Konstantin Wecker zum Nachschauen: Poesie & Widerstand in stürmischen Zeiten!
Konstantin Wecker präsentiert mit freundlicher Medienunterstützung durch die KulturBühne des Bayerischen Rundfunks und von Münchenstift: Poesie & Widerstand in stürmischen Zeiten! Ein Antikriegskonzert am Ostersamstag, 11. April 2020. Der Stream mit dem Konzert ist hier abrufbar >> https://www.youtube.com/watch?v=53ugtANRKNs
Bereits das erste Konzert von Konstantin Wecker, Fany Kammerlander und Johannes Barnikel „Poesie in stürmischen Zeiten!“ am 22. März 2020 war ein voller Erfolg. Hier der komplette Livestream zum Nachsehen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012868.html
Nächstes Live Streaming des Konzerts "Poesie & Widerstand in stürmischen Zeiten!" am 09.05.2020 um 20:30 Uhr - YouTube WeckersWelt & www.wecker.de
Mehr zu Konzerten mit Konstantin Wecker auf "YouTube WeckersWelt" >> https://www.youtube.com/channel/UCyje2SxGJuCxKCaSEK9gSOg
|
|
Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden sucht neue Mitarbeiterin/neuen Mitarbeiter
Die Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden ist eine unabhängige Einrichtung für aktive Gewaltfreiheit. In Seminaren, Trainings, Fortbildungen und Aktionsentwicklung vermittelt sie seit über 35 Jahren Handwerkszeug für gewaltfreien Widerstand und konstruktive Konfliktbearbeitung. Sie arbeitet eng mit den aktuellen sozialen Bewegungen in den Bereichen Frieden, Ökologie und Globalisierungskritik zusammen. Die Stelle des hauptamtlichen Mitarbeiters im Freiburger Büro wird zum 1. April 2021 frei. Für die Nachfolge wird zum 1. Oktober 2020 eine neue Mitarbeiterin/einen neuen Mitarbeiter gesucht. Alle wichtigen Informationen sind hier zu finden >> https://www.wfga.de/fileadmin/user_upload/Startseite/Downloads/Stellenausschreibung_April_2020.pdf
|
|
|
entfallen auf derzeit nicht absehbare Zeit
|
|
|
|
|
|
|
|