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Lebenshaus-Newsletter

26. Juni 2021
Liebe Freundinnen und Freunde,

vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, hat Deutschland die Sowjetunion überfallen und sein Völkermord-Unternehmen "Barbarossa" in die Tat umgesetzt. Rund 27 Millionen Mordopfer mussten auf sowjetischer Seite verzeichnet werden. Ich finde es erschreckend, wie wenig dieses Verbrechen auch nach achtzig Jahren zu einer deutschen Erinnerungskultur gehört. "Achtzig Jahre haben nicht genügt, um dem Leid der etwa 27 Millionen getöteten Menschen der Sowjetunion einen gebührenden Platz in Deutschland einzuräumen", schreibt das Darmstädter Signal. "Es ist an der Zeit, das Gedenken an die Verbrechen Deutschlands während dieses Krieges in der Sowjetunion auch zu einem Teil des deutschen Alltags werden zu lassen. Eine Zukunft Europas und damit Deutschlands ist nur möglich durch gemeinsame gegenseitige Sicherheit."

Hermann Hesse (1877-1962) hat beide fürchterlichen Weltkriege erlebt und darunter gelitten. Am 25. Februar 1945 hat er das Gedicht "Dem Frieden entgegen" verfasst, das ich nachfolgend aus Anlass des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion wiedergeben möchte. Zudem finden sich in diesem Newsletter einige Artikel und Hinweise, in denen an dieses Verbrechen erinnert und der Opfer gedacht wird.
 
Aus Haßtraum und Blutrausch
Erwachend, blind noch und taub
Vom Blitz und tödlichen Lärm des Krieges,
Alles Grauenhaften gewohnt,
Lassen von ihren Waffen,
Von ihrem furchtbaren Tagwerk
Die ermüdeten Krieger.

"Friede!" tönt es
Wie aus einem Märchen, aus Kinderträumen her.
"Friede." Und kaum zu freuen
Wagt sich das Herz, ihm sind näher die Tränen.

Arme Menschen wir,
So des Guten wie Bösen fähig,
Tiere und Götter. Wie drückt das Weh,
Drückt die Scham uns heute zu Boden.

Aber wir hoffen. Und in der Brust
Lebt uns glühende Ahnung
Von den Wundern der Liebe.
Brüder! Uns steht zum Geiste,
Steht zur Liebe die Heimkehr
Und zu allen verlorenen
Paradiesen die Pforte offen.

Wollet! Hoffet! Liebet!
Und die Erde gehört euch wieder.

(Hermann Hesse)

Herzliche Grüße

Ihr / Euer
Michael Schmid

PS: Der Newsletter darf gerne an andere Menschen weitergeleitet werden!
Artikel

Vandana Shiva: "Eine andere Welt ist möglich"

In dem Buch "Eine andere Welt ist möglich" erzählt die indische Physikerin, Aktivistin und Globalisierungskritikerin Vandana Shiva ausführlich über ihr Leben, ihre Motivation, ihre Kämpfe und ihre Vision für eine bessere Zukunft. Entstanden ist es aus langen Gesprächen Shivas mit dem französischen Autor und Journalisten Lionel Astruc. Mit diesem Buch ermutigt Vandana Shiva uns alle zum Handeln gegen die fortlaufende Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Gemeinsam können wir den Lauf der Welt verändern. Denn, davon ist sie überzeugt: "Eine andere Welt ist möglich!" Eine Welt, in der es gerecht zugeht und in der unsere Lebens- und Wirtschaftsweise im Einklang mit der Natur steht. Ein inspirierendes und motivierendes Buch, sehr empfehlenswert! Von Michael Schmid. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013666.html

Das Prinzip Mitgefühl und Covid

Mit Covid-19 führt Mutter Erde einen Gegenangriff auf die Menschheit durch als Reaktion auf den unermesslichen Angriff, dem sie seit Jahrhunderten ausgesetzt ist. Sie verteidigt sich einfach selbst. Covid-19 ist auch ein Zeichen und eine Warnung an uns: Wir können nicht wie bisher Krieg gegen sie führen, denn sie ist dabei, die biologische Basis zu zerstören, die sie und alle anderen Lebensformen erhält, insbesondere das menschliche Leben. Wir müssen uns ändern, sonst schickt sie uns vielleicht noch tödlichere Viren, vielleicht sogar eines, gegen das wir nichts ausrichten können. Dann wären wir als Spezies ernsthaft bedroht. Nicht umsonst hat Covid-19 nur den Menschen getroffen, als Warnung und Lehre. Es hat bereits Millionen in den Tod geführt und hinterlässt eine Leidensspur für weitere Millionen und eine tödliche Bedrohung, die alle anderen treffen könnte. Von Leonardo Boff. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013681.html

Von Kriegsdienstverweigerern, Rüstungs-Wahnsinn und dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren

Michael Schmid berichtet in einem Artikel des Lebenshaus-Rundbriefs über die Entwicklung des neuen Projekts "Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten", das sich inzwischen zu einem Ost-West-Projekt ausgeweitet hat. Des Weiteren geht er auf den weltweiten und deutschen Rüstungs-Wahnsinn ein. Er fragt, ob die Lehre, die aus dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren und dem von lange geplanten Rasse- und Vernichtungskrieg, wie man sich diesen gar nicht schlimmer vorstellen kann, heute nur Aufrüsten, Aufrüsten, Aufrüsten lauten solle. Für ihn ist diese Aufrüstung ein Skandal, völlig perspektivlos und von einem Freund-Feind-Denken geprägt. Statt einer weiteren Zuspitzung der Konfrontation gegenüber Russland und China würden wir aber Abrüstung und Dialog benötigen. Jedenfalls gehöre der Protest gegen den militärischen Rüstungswahn und den neuen Konfronationskurs weit oben auf die Tagesordnung all jener Menschen, die sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit einsetzen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013678.html

22. Juni 1941: Barbarossa im Wunderland

Was haben wir 80 Jahre nach dem Beginn des deutschen Angriffskrieges gegen die Sowjetunion aus der Geschichte gelernt? Von Daniela Dahn. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013675.html

Eine ausgesprochen gute, zukunftsweisende Rede des Bundespräsidenten zum Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion. Bitte weitersagen!

Die NachDenkSeiten haben Steinmeier oft kritisiert. Jetzt hat er zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion angemessen gehandelt und eine gute Rede gehalten. Wir weisen darauf hin und verlinken entsprechend, weil es angebracht ist, auf gute Taten und Äußerungen hinzuweisen und nicht nur zu kritisieren. Es lohnt sich wirklich, seine Rede zu lesen. Steinmeier sagte zum Beispiel: "Meine Bitte ist: Machen wir uns an diesem Tag, an dem wir an Abermillionen Tote erinnern, auch gegenwärtig, wie kostbar die Versöhnung ist, die über den Gräbern gewachsen ist." Drucken Sie die Rede aus und geben Sie sie weiter. Auch elektronisch. Und wer Marietta Slomka kennt, sollte ihr diese Rede schicken. Damit sie vielleicht lernt, ihre feindseligen Äußerungen gegenüber Russland zu unterlassen. Ähnliches gilt für viele andere, die vergessen haben, wie wichtig es ist, friedlich zusammenzuleben und die Schrecken des Krieges zu vermeiden. Von Albrecht Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013671.html

80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion: Deutsche Verantwortung ist Ausgangspunkt für Annäherung und Verständigung

Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren markierte eine unermessliche Vernichtung, deren Folgen bis heute spürbar sind. Dem Vernichtungskrieg fielen rund 27 Millionen Menschen zum Opfer, diese Dimension ist in Deutschland weitestgehend unbekannt. Viele Opfer und ihre Nachkommen warten bis heute auf eine Anerkennung und Entschädigung ihres Leids. Nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) sollte die Anerkennung der Schuld für die Verbrechen weiterhin Ausgangspunkt des Dialogs mit der Ukraine, Belarus und Russland sein, auch wenn aktuelle politische Konflikte und Menschenrechtsverletzungen in der Region den Zugang erschweren. "Die Folgen des Vernichtungskrieges haben sich in das Gedächtnis der Menschen eingeschrieben. Ein Bemühen um Annäherung und Verständigung zwischen Deutschland und den postsowjetischen Staaten muss sich dieser Folgen immer gewahr sein", so die AGDF-Vorsitzende Christine Busch. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013674.html

Entspannung mit Russland statt Kaltem Krieg 2.0.

Am 22. Juni jährt sich zum 80. Mal der Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion. Von Anfang an war dieser Krieg - anders als der im Westen - als rassistisch motivierter Vernichtungskrieg geplant. Im sog. Generalplan Ost war die Auslöschung von 50–60 % der "slawischen Untermenschen" im europäischen Teil der Sowjetunion vorgesehen, weitere 15%–25% sollten hinter den Ural vertrieben werden. Die übrigen sollten zu Arbeitssklaven der "arischen Herrenrasse" gemacht werden. Zur psychologischen Kriegsvorbereitung der deutschen Bevölkerung wurde die Ideologie von den slawischen Untermenschen und der "jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung" propagiert. Das deutsche Barbarentum kostete 27 Millionen Menschen in der Sowjetunion das Leben. Diese Gräuel dürfen nicht vergessen oder relativiert werden. Erklärung des globalisierungskritischen Netzwerks Attac zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013676.html

Internationales Gipfeltreffen 2025 im Geiste der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) von 1975

Die Kooperation für den Frieden, ein Dachverband der Friedensbewegung, dem mehr als 50 friedenspolitische Organisationen und Initiativen angehören, unterstützt den Vorschlag des finnischen Präsidenten Sauli Niinistö, ein neues Gipfeltreffen der Großmächte anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der (OSZE, zuvor KSZE) einzuberufen. Der finnische Präsident ist der Auffassung, dass ein neues Gipfeltreffen die angespannte europäische und auch die internationale Lage beruhigen könnte. Dabei könne Finnland eine Mittlerrolle einnehmen. Sanna Marin, Finnlands Premierministerin, hat diesem Vorschlag bereits ihre Unterstützung zugesagt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013658.html

Treffen von Putin und Biden: Verkehrte Welt in Genf

Biden und Putin sprechen wieder. Das ist gut, doch die getrennten Pressekonferenzen der beiden Mächtigen brachten einige Gewissheiten ins Wanken. Kommentar von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013668.html

Biden-Putin Gipfel: Neue Dynamik für nukleare Abrüstung?

US-Präsident Biden und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich in Genf getroffen. Als Ergebnis wurde eine "Gemeinsame Mitteilung zur Strategischen Stabilität" veröffentlicht. Wie im Vorfeld in einem Appell von ICAN-Partnern gefordert, bekräftigen beide Seiten in der Mitteilung, dass ein Nuklearkrieg nicht gewonnen werden kann und deshalb niemals geführt werden darf. ICAN Deutschland und die Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) begrüßen die Gespräche zwischen den zwei Staaten mit den größten Atomwaffenarsenalen sowie das Bekenntnis, zur Vermeidung eines Nuklearkrieges. Die Aussagen werden jedoch von der Praxis konterkariert: Die Atomwaffenstaaten investierten 2020 die Rekordsumme von etwa 72 Milliarden US-Dollar in die Instandhaltung und Aufrüstung ihrer Arsenale. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013672.html

Bundeswehr darf bei Atomkriegsmanöver nicht mitwirken

Die Atomwaffenfrei-Kampagne begrüßt einen Bundestagsantrag der Linksfraktion, dem gemäß eine Teilnahme der Bundeswehr an dem im Herbst bevorstehenden Atomkriegsmanöver der NATO verboten werden soll. Mit dem am 10. Juni eingebrachten Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, die Teilnahme von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und ihrer Einsatzmittel (nuklearfähige Tornado-Flugzeuge) am NATO-Manöver "Steadfast Noon" auszuschließen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013679.html

Grüne Bellizisten

Der designierte Außenminister Joseph Fischer war wenigstens bereits gewählt – allerdings noch nicht im Amt –, als er im Oktober 1998 zusammen mit dem baldigen Kanzler Gerhard Schröder (SPD) der damaligen US-Regierung versicherte, an ihnen werde ein Angriffskrieg gegen Jugoslawien nicht scheitern. Und so war es dann auch. So lange wollte der aktuelle Grünen-Chef und mögliche künftige Außenminister Robert Habeck nicht warten. Noch vor der Bundestagswahl im September will er die allerletzten friedenspolitischen Positionen der Partei endgültig aus dem Weg geräumt haben. Von Jürgen Wagner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013660.html

Steuerfinanzierter Kriegswaffenexport trotz bekannter Embargoverstöße

Am 23.06.2021 werden in Berlin weitere Schritte in Richtung Frieden für Libyen verhandelt. Gleichzeitig hat die Bundesregierung 2020 die Ausfuhr von16 Schützenpanzern des Typs Marder an Jordanien nicht gestoppt, obwohl zu diesem Zeitpunkt bekannt war, dass Jordanien mehrfach gegen das Waffenembargo gegen Libyen verstoßen hat. Außerdem setzt die Bundesregierung ihre Ertüchtigungsinitiative für Jordanien auch 2021 fort. "Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung sich einerseits als Friedensvermittlerin in Libyen inszeniert und auf der anderen Seite die Ausfuhr von Kriegswaffen an Jordanien nicht stoppt. Jordanien hat massiv gegen das Waffenembargo gegen Libyen verstoßen und so den Konflikt weiter angeheizt", so Christine Hoffmann, Sprecherin der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" und pax christi- Generalsekretärin.

>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013680.html

Entscheidung für Multimilliarden-Rüstungsprojekt FCAS verantwortungslos und brandgefährlich - Friedensbewegung bleibt aktiv

Das Netzwerk Friedenskooperative zeigt sich empört über die Entscheidung des Haushaltsausschusses, dem Antrag auf Finanzierung für die nächste Entwicklungsphase des Future Combat Air Systems (FCAS) stattzugeben. Die Zustimmung zu FCAS sieht das Netzwerk Friedenskooperative als grundlegend falsch an, heizt es doch die Aufrüstungsspirale in der KI-Kriegsführung weiter an und bindet Milliarden Euro, die in zivilen Bereichen besser aufgehoben wären. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013682.html

Bürger zur Sonne, zur Freiheit

Grün, grüner, am grünsten - scheinheiliger geht´s nicht. CDU/CSU und SPD überbieten sich gegenseitig mit Klimaschutzzielen, die sie noch vor kurzem abgelehnt haben. Von Franz Alt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013669.html

Kurs Klimakollaps

Noch immer gibt es Spaltprozesse in der ukrainischen Reaktorruine. Wissenschaftler sind wegen erhöhter Messwerte besorgt. Von Daniela Gschweng. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013670.html

"Prüf deine Parlamentarier*innen" - Mitmachplattform #wählbar2021 checkt Wahlkreiskandidat*innen auf Klimatauglichkeit

Zum Start der Initiative #wählbar2021 haben Prominente, Future-Gruppen, Nichtregierungsorganisationen und Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen auf entschlossenes Handeln beim Klimaschutz gedrungen. Über www.wählbar2021.de können sich Bürgerinnen und Bürger direkt an "ihre" Wahlkreiskandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 wenden, und dort Positionen zur Klimapolitik vergleichen und über sie ins Gespräch kommen. #wählbar2021 fördert damit Transparenz und Basisdemokratie und bringt den Klima-Wahlkampf in die Dörfer, Kreise und Städte. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013665.html

Nicht in meinem Namen! Gedanken zur andauernden Naqba.

Raketen aus Gaza? Ja, aber das, was wir in unseren Medien überwiegend darüber lesen, ist nicht die ganze Geschichte, es ist nur jener Teil davon, der in das herrschende Narrativ passt. Vorangegangen sind eine dauerhafte Militärbesetzung der palästinensischen Gebiete, sind Schikanen und ein nicht endender zermürbender Krieg. Auch die israelische Bevölkerung ist eine indoktrinierte. Nur wenige können sich der fortwährenden Feindbildhetze durch die Regierung entziehen. Von denen, die verstanden haben, unter den Juden wie den Palästinensern, geht aber auch die einzige verbliebende Hoffnung aus. "Wir hassen keine Juden, wir wollen keine Israelis vertreiben, aber wir wollen die gleichen Rechte genießen und auch wie Menschen in Würde leben und nicht wie Tiere behandelt werden." Rede von Nirit Sommerfeld auf der Kundgebung am 11. Juni 2021 in Wuppertal. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013686.html

Keine Autonomie für Palästinenser*innen

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat Aktivisten und Journalisten inhaftiert, Folter angewendet und der Bevölkerung grundlegende Rechte verweigert. Angesichts des Legitimationsverlustes nach der Absage der versprochenen Wahlen und der Weigerung der palästinensischen Regierung, die Sicherheitskoordination mit dem israelischen Militär zu beenden, verlässt sich die Palästinensische Autonomiebehörde immer stärker auf rohe Gewalt. Das harte Durchgreifen der Palästinensischen Autonomiebehörde gegen die Menschenrechte entlarvt ihre Schwäche. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013683.html

Afghanistan: Evakuierung von Ortskräften jetzt - Transportflugzeuge einsetzen

Afghanistan wird in Windeseile von den Taliban erobert. Deutschland muss jetzt seiner Verantwortung gerecht werden und die zugesagte Aufnahme der Ortskräfte sofort in die Tat umsetzen. Sonst könnte für viele jede Hilfe zu spät kommen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013685.html

Afghanistan: Der Hightech-Krieg wird weitergehen

Nach dem Abzug der regulären Truppen werden die USA weiter einen "verdeckten Krieg" führen. Mit Drohnen und privaten Einheiten. Von Helmut Scheben. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013673.html

Lieferkettengesetz: Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

"Ob das Lieferkettengesetz in der beschlossenen Version tauglich ist, Unrechtsverhältnisse beim Abbau von Rohstoffen für unsere Batterieindustrien in der DR Kongo zu beenden, ist allerdings äußerst fragwürdig", so Jean Djamba, der Sprecher der pax christi-Kommission "Solidarität mit Zentralafrika". Selbst der Entwicklungsminister hatte sich in letzter Zeit für eine deutlich schärfere Form der Verrechtlichung von Produktionsformen unter menschenverachtenden Bedingungen im Ausland ausgesprochen, wurde aber weitgehend vom Wirtschaftsministerium ausgebremst - und dies, obwohl sich auch eine ganze Reihe international tätiger Großunternehmen in Deutschland für einen Rechtsanspruch auf saubere Produktionsbedingungen auch bei der Produktion im Ausland ausgesprochen hatten. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013684.html

Hinweise

Hinweise auf weitere lesenswerte Beiträge zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

#wählbar2021 – Check Deine #BTW-Kandidat*innen auf Klimatauglichkeit!

Mit der Bundestagswahl am 26. September 2021 werden die Weichen für den Klimaschutz im nächsten Jahrzehnt gestellt. Nur mit einer breiten parteiübergreifenden Mehrheit von geeigneten Zukunftsmanager*innen im 20. Deutschen Bundestag fällt der Beitrag Deutschlands ambitioniert genug aus, um die Pariser Klimaziele noch erreichen zu können.
Fordern Sie Ihre*n Wahlkreiskandidat*in zur Positionierung auf!
Wenn Ihr Kandidat*in die #wählbar noch nicht ausgefüllt hat, können Sie ihn jetzt persönlich über die sozialen Medien oder per E-Mail dazu auffordern. Kandidat*in auffordern >> https://waehlbar2021.de/mitmachen/

Jetzt unterschreiben: Gemeinsam #withrefugees

Über 82,4 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, mehr als 1% der Weltbevölkerung. Am 20. Juni steht die Welt an der Seite von Geflüchteten. Sei dabei! Wir möchten das Engagement der deutschen Zivilgesellschaft sichtbar machen und jede*r kann mitmachen. Wir stehen für mehr Mitmenschlichkeit, Solidarität mit Geflüchteten und gegen Fremdenhass. Stell dich an unsere Seite und zeig mit uns, wie viele wir sind. Jetzt unterschreiben! >> https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/sign-withrefugees

Zum Weltflüchtlingstag: Für die Menschlichkeit

„Ich fiel euch zu Füßen und flehte um Brot. Ihr zucktet die Achseln und gabt mir den Tod“. Die Zeilen stammen von Werner Bergengruen, dem deutsch-baltischen Schriftsteller. Er hat dieses Gedicht 1944 geschrieben, das „Die letzte Epiphanie“ heißt. Epiphanie – das ist die Erscheinung Gottes unter den Menschen. Bergengruen schildert in diesem Gedicht, wie Gott als Schutzsuchender, als Hilfebedürftiger, als Flüchtling unter die Menschen kommt: „In vielen Gestalten bin ich gekommen / Ihr aber habt mich in keiner erkannt.“
Das Gedicht, von der Schauspielerin Dana Golombek von Senden gelesen, steht am Beginn eines Hörbuchs, das, als Geschenk zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni, vom Verlag „Die GehörGäng“ zum kostenlosen Download angeboten wird. Heribert Prantl hat darauf seine Streitschrift eingelesen, die er 2015 unter dem Titel „Im Namen der Menschlichkeit. Rettet die Flüchtlinge“ publiziert hat. Es ist eine kleine Schrift zu einem großen Thema. Die Leseempfehlung hier ist also eine Hörempfehlung. Kurzlink zum Hörbuch >> https://ogy.de/v6xh

Neu: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 109

Im Einleitungsartikel des neuen Rundbriefs geht Michael Schmid u.a. auf die Weiterentwicklung des neuen Lebenshaus-Projekts "Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten" ein. Dieses habe sich inzwischen zu einem Ost-West-Projekt ausgeweitet. Katrin Warnatzsch erzählt anlässlich eines dicken Briefes, den wir dieser Tage erhielten, die Geschichte mit einer kurdischen Familie, die vor rund 20 Jahren im Lebenshaus gewohnt hat und die wir zwischenzeitlich aus den Augen verloren hatten. Gabriele Lang beschreibt die brutale Abschiebung eines Ehepaares in den Kosovo. Es war 1993 während des Jugoslawienkrieges nach Oberschwaben gekommen  und hatte dort mit seinen Kindern Wurzeln geschlagen. "Leben will ich, leben, leben" lautet der Titel eines Buches, das Thomas Krischer zum Lesen empfiehlt. Darin wird Cato Bontjes van Beek porträtiert, eine junge Frau, die gegen die Nazis kämpfte und ihr Leben ließ. Michael Schmid hat eine Rezension zu Bruno Kerns "Das Märchen vom grünen Wachstum. Plädoyer für eine solidarische und nachhaltige Gesellschaft" geschrieben und wünscht diesem Buch eine weite Verbreitung. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013662.html

Termine

:: 28.06.21 - 19:30 bis 21:30 Uhr, Gemeindehaus Ötlingen in Kirchheim/Teck: Sicherheit neu denken - geht das?

Vortrag und Diskussion "Sicherheit neu denken - geht das?" mit Stefan Maaß (Friedensbeauftragter der Ev. Landeskirche in Baden), VA: Ev. Bildungswerk im Landkreis Esslingen, Ev. Stadtkirchengemeinde Kirchheim unter Teck, Bezirksarbeitsteam Frieden. Kurzlink >> https://ogy.de/8jme

 

:: 29.06.2021 - 9:30 Uhr, Botschaft der Ukraine, Albrechtstr. 26 (Berlin-Mitte): Schluss mit der politisch motivierten Verfolgung des Pazifisten Ruslan Kotsaba in der Ukraine!

Mahnwache für die Menschenrechte auf Meinungsfreiheit und auf Kriegsdienstverweigerung in der Ukraine! Für den 29. Juni 2021 hat das Gericht in Kolomyja (Oblast Iwano-Frankiwsk, westliche Ukraine), erneut eine Anhörung im Strafverfahren gegen Ruslan Kotsaba angesetzt. Anlässlich des Prozesstermins findet eine Protestveranstaltung vor der Botschaft der Ukraine gegen die politische motivierte Verfolgung Ruslan Kotsabas statt. VA: Connection e.V., Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Landesverbände Hessen & Rheinland-Pfalz, Berliner Initiative „Freiheit für Ruslan Kotsaba!“, und weitere. >> https://de.connection-ev.org/article:aktion-schluss-mit-der-politisch-motivierten-verfolgung-des-pazifisten-ruslan-kotsaba-in-der-ukraine

 

:: 29.06.2021 - 18:00 bis 19:45 Uhr, [online] Eurodrohne und FCAS - ein weiterer Schritt zur europäischen Militarisierung?

Webinar "Eurodrohne und FCAS - ein weiterer Schritt zur europäischen Militarisierung?", Einführung: Susanne Grabenhorst (IPPNW), "Vorstellung der beiden Waffensysteme, was haben sie miteinander zu tun? Vorstellung der Kampagne Stop Killer Robots." mit Marius Pletsch (DFG-VK); "Rüstungsexporte und Rüstungsprojekte - wie hängen sie zusammen? Wer bezahlt das?" mit Jürgen Wagner (IMI); "Rüstungsprojekte aus feministischer Perspektive" mit Jennifer Menninger (WILPF); "Kriege mit Beteiligung von Kampfdrohnen - das Beispiel Afghanistan" mit Matin Baraki (deutsch-afghanischer Politologe), "Künstliche Intelligenz und Automatisierung des Krieges. Was sind die Voraussetzungen und Folgen von autonomen Waffensystemen?" mit Jakob Förster (KI-Forscher, Universität Toronto), "Friedenspolitische Alternativen zur Eurodrohne und zur Militarisierung Europas mit Christine Schweitzer, Bund für Soziale Verteidigung. Einwahldaten: Zoom Meeting ID: 959 3564 9767, Passcode: 248 >> https://zoom.us/j/95935649767?pwd=c1RTaWFlZTNaa1BjTlUvYzRDOW9yUT09

 

:: 04.07.2021 - 12:00 bis 14:00 Uhr, Stadtgarten, Konstanz: Abschlusskungebung der Friedenswanderung "Frieden in Bewegung"

Redner*innen (u,a,) Jürgen Grässlin (Freiburg), Gisela Kusche (Freie Grüne Liste Konstanz), 12-14 Uhr, Stadtgarten, VA: Friedensregion Bodensee, Naturfreunde Deuitschland, Keine Waffen vom Bodensee, Bodensee Friedensweg, Naturfreunde Vorarlberg (A), friedens räume Lindau  >> https://www.frieden-in-bewegung.de/

 

:: 16./17.10.2021 - Evang Gemeindehaus Gammertingen Tagung 2021: "We shall overcome!" Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biografische Zugänge

Bei der Tagung von Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie am 16. Oktober 2021 in Gammertingen werden u.a. Klaus Pfisterer, Thomas Gebauer und Karen Hinrichs über ihr langjähriges Engagement berichten und anhand ihrer persönlichen Lebensgeschichte auf Fragen eingehen werden wie etwa: Wodurch bist Du zu Deinem Engagement gekommen? Welche konkreten Erfahrungen hast Du dabei gemacht? Gibt es Erlebnisse bzw. Ereignisse, die Du als Niederlagen und Erfolge erlebt hast? Wie hast Du Höhen und Tiefen verarbeitet? Woraus schöpfst Du Lebensmut für Dein langfristiges Engagement? Hast Du Visionen? Welche Perspektiven siehst Du in einer gewaltbereiten, ungerechten, zerstörerischen Welt? Welche Chancen, eine andere Welt schaffen zu können?

Zu dieser bereits neunten Tagung "'We shall overcome!' Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht" sind Menschen eingeladen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt.

In Kombination dazu besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am Abend an einer Szenischen Lesung  "Run Soldier Run" mit Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl sowie zu einer Wanderung auf der Schwäbischen Alb am Sonntag. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/013623.html

 
Weitere Termine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen


Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 25.10.2018). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

Spendenkonto: 
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
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